Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 7 (1880)
- Issue
- 1 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 29 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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Islam und Judenthum. 29 Hastigkeit der Schrift, welche kam, um zu verbessern (לתקן), aber ihnen Anstößigkeiten gab, mit welchen sie ihre Tage verbrachten. (0) In Beziehung auf die Weltschöpfung (הדוש העולם), welche eine Grundlehre (יסוד) unserer Thora ist und von den uns geschehenen Wundern bezeugt wird — so stellt die Thora dieselbe als absolute Annahme hin, an welcher von jeher kein Zweifel, und beginnt: ״Im Anfang erschuf Gott" (1. M. 1, 1), und die Schulkinder wissen dies. Sie ließ auch ein Zeichen (דשם) davon in dem Gebot des Sabbat lind in der Erzählung der Wunder an den Festtagen. Bei ihnen herrscht aber großer Zwiespalt hierüber. Die Mutekellimin unter ihnen glauben nämlich ganz dasselbe wie wir, nur daß sie sich bemühten, Dies durch ,nangelhaste Prämissen (הקדמות) zu beweisen, welche dem Verstände Zweifel und dem Glauben Schwäche veranlassen. Darum glaubten die Philosophen an die Anfangslosigkeit (קדמות), ganz so wie Aristoteles, das Haupt dieses Glaubens, und zweifelten nicht im Geringsten daran. Als jedoch abu Na'sr al-Farabi an dem Ausspruch des Philosophen (Aristot.) merkte, daß Letzterer über diesen Punkt zweifle, so erklärte er es dahin, daß der Philosoph durchaus nicht daran zweifle, und schmähte Galenus sehr über dessen Ausspruch, daß dieser Punkt zweifelhaft und kein Beweis darüber bekannt sei. Er selbst war der Ansicht, es sei offenbar, deutlich und erwiesen, daß die Himmel ewig (und nur was in ihnen) entstanden, vergänglich sei. Auch schrieb er sal-Farabi), die Prophetie gehöre der Einbildungskraft, die Philosophie der intellectuellen Kraft an (und behauptete), er glaube nicht an den Ausspruch eines Propheten, wenn er ihn nicht durch seine Intelligenz finde; daher glaube er nicht an die Schöpfung, selbst wenn ein Prophet sie behaupte, so seine Vernunft sie nicht affirmire. Die Ansicht ibn Sina's — obzwar er in dem Buche 'Hai Ben Jok'san diese Frage für unausgemacht und unentschieden hinstellte — ist die der Philosophen (nämlich) der Anfangslosigkeit; und als er darüber befragt wurde, daß in der Schrift ihrer Lehre vorkoinme, die Welt sei entstanden, nachdem sie nicht gewesen, und werde vergehen, nachdem sie war, antwortete er: ״Es giebt einen unumstößlich stringenten Beweis, daß die Sphären uner-