Mannheim
Compact Memory

Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1880-01-01 · 1 (1880) · p. Seite 25

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
7 (1880)
Issue
1 (1880)
Date
1880-01-01
Page
Seite 25 (sequence 28)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2572068-2572077-2572078--0952-2573098
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Islam und Judenthum. 25 Vertilgung derselben aus den Seelen, ohne daß der dieses Bewirkende das und die Größe seines Frevels gegen die Lehre merkt. Außerdem wirst du, wenn du die Beweise prüfst, bereu diejenigen bedürfen, welche jene Worte interpretiren, finden, daß sie alle nicht demonstrativ sind; hingegen ist das in der Lehre Offenbare weit beftiedigender, nämlich mehr Wahrheit (Ueberzeugung?) enthaltend. — So weit seine Worte. Ferner sagt er: ״Wenn dieses Attribut durch Vernunftgründe beseitigt würde, so hätte — als Nimrod, der Ungläubige, mit Abraham, welcher sagte: ״Herr ist, wer belebt und tödtet," disputirte und erwiderte: ״Ich tödte und belebe" — es genügt, ihm zu sagen: ״Du bist Körper und Gott ist kein Körper.'") Ebenso würde Mose unserem Lehrer, Friede über ihn! als Pharao^) in seiner Ungläubigkeit die Gottheit arrogirte, dieser Einwurf genügt haben, ebenso dem Religionsstifter (Muhammed) in Beziehung auf den Deddschäl zur Leitung der Gläubigen sin Bezug auf die Lügenhaftigkeit der Arroganz der Göttlichkeit — einzuwerfen), daß er ein Körper, Gott aber kein Körper sei." — So weit seine Worte. — Es ist also klar, daß ihre Schrift im Allgemeinen nicht die Körperlichkeit von Gott entferne, sondern ihm zuschreibe. Da aber Jener (i. R.) durch die Verse seiner Lehre, welche die Körperlichkeit affirmiren, in's Gedränge kam, aber mit seiner Vernunft einsah, daß dies ein Mangel in Bezug auf Gott sei, wollte er die beiden Gegensätze vereinigen: daß Gott sinnlich wahrnehmbar (מוחש), aber kein Körper sei. Er meinte, man müsse demjenigen, der da frägt: ״Ist Gott ein Körper oder nicht?" [fol. 21a] antworten: ״Cr ist Licht"; denn dies sei das in der Schrift vorkommende Attribut, da es heißt: ״Gott ist das Licht des Himmels und der Erde", und der Religionsstifter, als man ihn fragte: ״Hast du deinen Herrn gesehen?" antwortete: ״Ich habe ihn als Licht gesehen." Jbn Roschd citirt viele Aussprüche sM.'s], welche übereinstimmen, daß Gott Licht sei, stützt sich auf sie nach ihrem Wortsinn und bemerkt, daß diese die beste Bezeichnung Gottes 1) ״Geschaffener Körper, wie die Asch'arijje sagen״ (Cod. Leyd. 15 F. 120). 2) S. die Anmerkungen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.