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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1880-01-01 · 1 (1880) · p. Seite 23

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
7 (1880)
Issue
1 (1880)
Date
1880-01-01
Page
Seite 23 (sequence 26)
Language
German
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Islam und Judenthum. 23 nur zum Behuf des Verständnisses zu denjenigen, die nicht in die Weisheit eingedrungen (העמיקו), also spreche. Diesen Grundsatz bewährte die Lehre, indem sie sagt: ״Denn es sieht mich kein Mensch und lebt" (2. M. 33,20); und von der Offenbarung (מעמד) auf dem Berge Sinai heißt es: ״Denn ihr habt keine Gestalt gesehen" (5. M. 4,15), nachdem es über denselben Gegenstand geheißen: ״Und sie sahen den Gott Israels" (2. M. 24,10), und: ״sie schaueten Gott" (das. V. 11.); ferner über denselben Gegenstand: ״Von Angesicht zu Angesicht sprach Gott u. s. w." (5. M. 5,4). Sie offenbarte also, indem sie sagt: ״Denn ihr habt keine Gestalt gesehen," daß das Sehen, wie sie den Gott Israels gesehen, und das Angesicht, mit dem er zu ihnen geredet, nicht körperlich sein, Gott behüte! Ihre Schrift aber legte Gott Körperliches und Räumlichkeit nicht auf jene Weise bei; sondern schreibt Gott die Körperlichkeit und Räumlichkeit, und daß er von ihnen sinnlich wahrgenommen worden, als wesentlich zu! Erhaben ist Gott, gelobt sei er, über die Gedanken der Thoren. Was nun die Körperlichkeit betrifft, so erklärte der Richter ibn Roschd der Aeltere, daß die Schrift sie mehr affirmire als negire. Dies seine Worte: ״Aus der Lehre geht hervor, daß die Unkörperlichkeit zu den Attributen gehöre, worüber sie schweigt (fol. 20b) und dadurch nähert sie sich mehr der Annahme als der Bestreitung; ״Angesicht" und ״Hände" kommen ausdrücklich in Versen der Schrift vor. Diese Verse brachteil auf den Gedanken, daß die Körperlichkeit zu den Attributen gehöre, die beim Schöpfer erhabener als beim Geschöpfe, so wie Kraft und Wille und andere Attribute, die dem Schöpfer und Geschöpfe gemeinschaftlich, aber bei ersteren in höherer Vollkom- »nenheit sich vorfinden. Daher kommen viele Muhammedaner dazu zu glauben, daß Gott ein Körper sei, der anderen Körpern nicht gleiche. So die Hanbaliten und viele nach ihnen." So weit die Worte ibn Roschd's. — Die Mutekellimin (מדברים) entfernten die Körperlichkeit von Gott. Er (i. R.) aber beseitigt dieses und tadelt sie, indem er behauptet, daß sie sich von den Wegen der Lehre entfernen, weil demjenigen, der die Körperlichkeit von Gott, gelobt sei er, entfernt, in ihrer Lehre Zweifel aufstoßen in demjenigen, was sie über Verheißungen (יעדים) und

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