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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1880-01-01 · 1 (1880) · p. Seite 21

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
7 (1880)
Issue
1 (1880)
Date
1880-01-01
Page
Seite 21 (sequence 24)
Language
German
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Islam und Judenthum. 2t Was Unzucht betrifft, so ist sie ihnen öffentlich (בפרהסיא) erlaubt, auf eine Art, die die Vernunft mißbilligt, die Einbildungskraft verabscheut. Es verstößt ein Mann seine Frau, ein Anderer heirathet sie, und sie kehrt zum ersten zurück. Es verstößt ein Mann seine Frau und heirathet ihre Schwester bei ihrem Leben. Es verstößt ein Mann seine Frau, und sein Bruder nimmt sie beides erstern Leben, mit oder ohne Kinder. Giebt es eine größere Schandthat (זימה) und Unreinheit als diese? Ferner heißt es in ihrer Schrift: ״Beschlafet (Frauen), wie euch gefällt, zwei, drei, vier;" also erlaubte er Buhlerei (!). Wenn Jemand über's Meer reist und (bei der Rückkehr) seine Frau schwanger findet, so ist sie beglaubigt zu sagen, daß sie nicht (von einem Andern) beschlafen worden sei. Giebt es eine Unzucht und auffallende Sünde wie diese? Es ist demnach die Mangelhaftigkeit ihrer Lehre und die Vollkommenheit unserer Thora im Thun dargethan, abgesehen von dem (Unterschiede) der Gebetsformeln (נוסח התפילה) und dem großen Unterschiede zwischen unseren und ihren Gebeten, wobei wir uns nicht aufhalten wollen. (2) [fbl. 20 a) Was aber die Vollkommenheit des Glaubens an Gott, gelobt sei er, betrifft: da Muhammed sah, daß der Glaube an Gottes Dasein und Einheit die Grundfeste (יכ1וד) unserer Lehre sei, so nahm er diese von uns an. (A) Obzwar die Christen in Beziehung auf die Einheit mit uns streiten, und die Dreifaltigkeit glauben, und auch er glaubte, daß Jesus eine göttliche Lehre aufgestellt: so lehnte er sich doch hierin an uns, nicht an sie, weil er sah, daß der Vernunftbeweis (המופת השבלי) unfern Glauben bestätige. Denn zu seiner Zeit war bereits die Wissenschaft Aristotelis verbreitet, welcher in seiner Weisheit die Einheit bestättigte, nachdem er das Dasein (Gottes) bestättigt (aufgestellt). Daher verordnete (ימה) ihnen Muhammed zu sagen: ״Es ist keine Gottheit als Gott." Dies ist ihr Glaubensbekenntniß (אמונה), und auf diesen Glauben hin nennt sich der Muhammedaner Muhammedaner, mit dem hinzugekommenen Glauben an die Sendung jenes Gesendeten. Ferner wie unser Glaubensbekenntniß lautet: ״Höre Israel der Ewige unser Gott ist ein einziger Gott!" (5. M. 6,4) und

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