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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1880-01-01 · 1 (1880) · p. Seite 20

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
7 (1880)
Issue
1 (1880)
Date
1880-01-01
Page
Seite 20 (sequence 23)
Language
German
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20 Steinschneider Weil er sah, daß die Reichen Israels sich Gott zu nähern suchten, indem sie von ihrem Vermögen Hebe (תרומה) und Zehnten den Dienern Gottes gaben; so schrieb er den Muhammedanern vor, daß sie y40 ihres Vermögens, wie der freigebige Israelit bei der Hebe, geben sollten. Ferner da er sah, daß die Israeliten nach einer Pollution sich zum Gebet in 9 Kab wuschen, damit sie sich nicht häufig bei ihren Weibern fänden (wie die Hähne), um die Wollust und selbst das Erlaubte bis auf die Nothcurft zu vermindern; so schrieb er ihnen die Waschung nach der Pollution und auch das Waschen der Hände und Füße zum Gebete, nach dem Ritus (der Israeliten) vor. Alles dies sind Nachahmungen (חקוים), mit Zugaben, mn zwischen unserer Lehre und seinen Lehren und Handlungen zu unterscheiden. Von Festen behielt er das Passah bei und sagte, es sei zum Andenken an das Binden Isaaks (עקידה), vermischte also dies mit dem Tag der Erinnerung (יום חברון), welcher ein Andenken an das Binden ist. Er befahl ihnen ferner, sich an ihren Feinden zu rächen, damit sie »nächtig würden, die Religion (הנימוס) aufrecht zu erhalten, eine Nachahmung des Gebots: ״Du sollst keine Seele lebendig lasse!», dainit sie dich nicht »nir abtrünnig machen" (5. M. 20,16). .Er behielt auch die Beschneidung bei, an welcher sie schon seit Abrahams Zeiten hielten, wie wir in» Talmud (Aboda sara 27a, Jebamot 71a) finden: ״Ein beschnittener Araber", behielt sie aber bei ohne Aufschlitzung (פריעה), die nur dem ״Sainen Abrahams" (gegeben wurde), wie die Tallnudisten gesegneten Andenkens sagen (Jebamot 71b). Wahr ist es nun, daß die Gebete von Leide»»schaft und Unglauben abhalten; letztere sind aber bei ihnen geblieben; denn die Wallfahrtsfeier (חגיגה), welche sie zu Mekka als Nachahmung der (israelitischen) Wallfahrten (עליית הרגל) begehen, dient zur Befestigung des Glaubens an Merkurius (מרקולים), welcher dort herrschte, durch Steinwerfeu (רגימת אבנים), und des Glaubens an P eor, indem sie den Kopf zur Erde neigen und den Hintern erheben, auch an K emo sch, zu dessen Dienst es gehörte, in ungenähtein Kleide mit entblößtem Haupte zu stehen.

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