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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 263

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
6 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 263 (sequence 266)
Language
German
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Zur Geschichte der hebräischen Punktation. 263 oder?Mod (-), hat man sogar beide Seitenstriche unterdrückt. Dies fand in der sogenannten palästinensischen Punktation statt. In der babylonischen Punktation hat das nach den Regeln dieses Punktationssystems über den Buchstaben gestellte eine analoge Form; nur scheint das Alef, das dieses Zeichen hervorgebracht hat, vielmehr den Zug des palmyrenischen AM gehabt zu haben. Bei Patach hat man sich damit begnügt, den bleibenden Seitenstrich ein wenig nach der Mitte des Querstrichs hinzudrängen. Unsere Behauptung wird durch das vom Arabischen und Aramäischen befolgte Verfahren bestätigt. Als allgemeinen Satz kann man aufstellen, daß die graphische Darstellung der Vokale immer durch einen oder mehrere dem Konsonanten hinzugefügte Punkte, oder durch verjüngte und in Folge des speziellen Gebrauchs, den man davon machte, geänderte Buchstaben geschah. Wie.im Arabischen das Dhamma ein noch ziemlich erhaltenes'Warv ist, so sind Fatha und Kesre offenbar nur eine Darstellung von Elif und Ja, das elftere geneigt, das andere zusammengedrückt und unkenntlich geworden. Das Elif als Buchstabe selbst hat das Schicksal des hebräischen Patach gehabt, da es seine beiden Seitenstriche verloren und nur den Mittlern Querstrich behalten hat. Man kann auf der ausgezeichneten paläographischen Tafel von Euting,* *) sowie auf der unlängst von Deecke**) gezeichneten die allmähliche Abschleifung des AM leicht verfolgen. Man weiß, daß im Syrischen die fünf Zeichen der Vokale keine anderen sind als die fünf griechischen Vokale, «, e, tj, o, ov, die zu diesem Zwecke ähnliche Umgestaltungen erleiden mußten wie das AM beim Uebergang in Kamez und Patach. Wir wissen, daß die syrischen Grammatiker einen Augenblick daran gedacht haben, die griechischen Buchstaben, welche als Vokale dienen, in die Reihe rigen, bis in die ersten Jahrhunderte unserer Zeitrechnung hinaufreichenden Graburne, ist das Wort eschet, ״Frau," mit Alef geschrieben, dessen unterer Seitenstrich fehlt. *) Semitische Schrifttafel, entworfen von I. Euting. Straßburg 1877. **) Zeitschrift d. d. morgen!. G. XXXI, S. 102 ff.

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