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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 148

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
6 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 148 (sequence 151)
Language
German
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148 Salfeld, Hoheslied. dieses Lieblingskind der Nabbaniten und Karäer, berücksichtigt worden sein. Wir nennen schließlich noch zwei Autoren: Abraham ben Jehuda ben Abraham (Ende des fünfzehnten Jahrhunderts zu Constantinopel),ף der das HL. in seinem Commentar יסוד מקרא, Jesod mikra, als ein im Alter Salomo's verfasstes Buch (wie der arabische Anonymus oben §. 5 u. 21.) und durchweg speculativ (שכלי כלו), als eine Darstellung der Verbindung zwischen dem emanirten Gotte und der emanirten Seele auffasst (הדבוק שיש ף,(בין השופע והנשפעת und Kaleb ©fenbopolo1 2 3 4 5 * 7) (starb 1498), dessen Interpretation den Titel אבינר בן נר führt?) und den zweiten Theil seiner עשרה מאמרות bildet.b) Kaleb, der diesen Commentar zu praktischen Zwecken, nämlich zmn andächtigen Gebrauche für den siebenteir Tag des Osterfestes/) verfasste, kannte die verschiedenen Auslegungen (die philosophische, historische und typische) genau, entschließt sich selbst aber für die bekannte Allegorie, das Lied als auf das Verhältniß Israels zu Gott gedichtet zu betrachten. Trotz seiner an einigen Stellen des Werkes hervortretenden Polemik gegen die Nabbaniten, nimmt er doch deren Erklärungen auf; seine Eintheilung und der Schluß (fol. 261) stimmen mit Abraham ben Jsaak's Erklärung?) 1) Wolf versetzt ihn in die Jahre 1520—30. Nach Steinschneider Catal. Lugcl. Bat. S. 2 lebte er vielleicht schon 1438—39, Fürst, Gesch. der Karäer II, 289 rückt ihn bis 1420 hinaus. Der Mangel an Polemik gegen Rabbaniten (Steinschn. I. c. 3 unten) spricht dagegen. 2) Steinschneider, Catal. Lugcl. Batav. S. 1—4, Warn. I; Fürst a. a. O. II, S. 111, Note 55. 3) Ueber den Namen siehe Larmoly in Jost, Israel. Annalen I, 397. Steinschneider, Catal. Lugcl. Bat. Warn. XXX, Fürst a. a. O. II, 314. 4) Fürst a. a. O. n. Steinschneider s. c. 5) Mscr. Leyden 30. 0) Steinschneider 1. c. Der Gebrauch, das HL. zn liturgischen Zwecken zu verwenden, ist, wie ans den betresienden Ritnalwerken hervorgeht, sehr alt (im zehnte», vielleicht schon im nennten Jahrhundert oder noch früher beginnend) und ging wohl von den Nabbaniten (s. v. S. 7, Note 6) zu den Karäern über. 7) 7. Kap. §. 32. -P<KS-

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