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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 145

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
6 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 145 (sequence 148)
Language
German
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Hoheslied. 145 chen und seine Verheißungen zu suchen anregen. Drittens ist es das Wort der Gemeinde, eines zum andern, über das, was ihre Angelegenheiten seien, wie der Abschnitt von: ״eine kleine Schwester" (8, 8 ff.). Viertens ist es die Antwort des Schöpfers (mächtig sei er und groß!) an die Verständigen auf ihre Fragen und ihr Erbetenes, und beschreibt auch ihre Schönheit und Anmuth in der Zeit ihres Gehorsams und ihre Ordnungen, sowie wir bei jedem Abschnitte erklären werden. Dies die allgemeinen Zwecke dieses Liedes. Sein Wort aber ישקני״" ist das Wort der Verständigen des Volkes, derer, die viele zur Gerechtigkeit führen, der Terebinthen des Heiles/) vermittelst derer das Heil Israels und das Königreich des Sprosses des Sohnes Davids erscheinen wird. Sie verlangen von Gott in diesem ersten Abschnitte, welcher drei Verse enthält, sechs Dinge, deren erstes sein Nachlassen voll seinein Zorne und die Erscheinung Eliahu's, über ihm sei Friede! Und das zweite ist die Offenbarung der Zeichen und Wunder in der Welt, bei welchen aufhören die Herrschaften der Heiden. Und das dritte ist die Offenbarung seines Zeugnisses, welches das Gesetz Moses' ist, denn alsdann treten die Völker in seine Religion ein. Und das vierte ist die Sainmlung der Ausgestoßenen Israels aus den vier Ecken der Erde iit das Land Israel. Und das fünfte ist die Erbauung des Heiligthumes, und daß Israel darin wohne. Und das sechste ist die Rückkehr der Ordnungen der Gemeinde und der Ordnung des Stanunes Levi zu ihrer vorangegangeneil Art. Denn diese sechs Dinge sind die Axe der von Gott erwarteten Verheißungen. So beginnen sie zuerst ihn zu bitten, daß er abstehe von dem Grimm seines Zornes und mit ihnen Frieden schließe; und dies ist der Sinn von: ישקני; da es zu Lage des über seinen Genossen Zürneilden gehört, daß wann er sich bemüht, mit ihm Frieden zu schließen, dann das erste, was er beginnt, ist, ihn zu umhalsen und zu küssen. Sagt er alsdann ״מנשיקות פיהו״, so bezeichnet er damit, daß es ihin zur Gewohnheit geworden sei, über sie zu zürnen wegen ihrer Ungehorsamkeiten, daß er aber, wenn 1) Diese drei Bezeichnungen an? Dan. 11, :!3; 12. 3; Jes. 61, 3. 10

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