Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 6 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 132 (sequence 135)
- Language
- German
- Belongs to
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132 Salfeld §. 33. Isaak Arama. Die Reihe der sogenannten aristotelischen Philosophen in Spanien beschließt Isaak Arama, der am Ausgange des fünfzehnten Jahrhunderts zu Neapel starb?) Seinen beliebten philosophischen Homilien zu dem Pentateuch schlossen sich ähnliche Arbeiten über die Megillot an. Im Hohenlieds geht er, analog der aristotelischen Zusammenstellung der vier Principien?) von vier, der Einleitung vorangestellten, Gesichtspunkten aus: I. חומר — Stoff gab die Geschichte Israels. II. צ וויה — die Form ist diejenige der im heiligen Geiste geschriebenen Hagiographen. III. ועל© — die Ausführung geschah durch Salomo, die Schlußredaction durch Chiskija. IV. — Zweck des Buches ist, einen religiösen, beglückenden Lebenswandel zu erzielen. In der sich anschließenden Vorrede verwirft Isaak die kabbalistische Erklärung, wendet auf die vorhandenen Commentare das Urtheil des Maimonides an (Einleitung zu den Aphorismen des Hippokrates), daß derartige Produkte statt zu einem Commentare zu einem eigenen Buche würden?) Nachdem er die Unzulänglichkeit solcher Erklärungen nachgewiesen, entscheidet er sich dahin, daß das HL. ein Liebeslied, welches die Gemeinde Israel ihrem Schöpfer gesungen, und deshalb typisch zu deuten sei. Er giebt dann eine Sinn- (nicht Wort-)Erklärung (משל,) darauf die 1) Catal. Bodl. 1093. 2) Causa materialis, causa formalis, causa efficiens und causa finalis, vgl. Metaphysik I, 3. Diese vier Gesichtspunkte sind stereotyp. In den Einleitungen pflegen auch bis acht Punkte (xetpdXxia) behandelt zu werden; Joseph Chajun.hat sogar zehn (Steinschn. Alfarabi, S. 254 u. IX, Rose im Hermes V, 206). Bergl. Katalog der Hamburger Handschriften, S. 141, Anm. 4. 3) Auch Kaspi's Ansicht; Steinschneider in Ersch und Gruber a. a. O. II, 31 S. 58 ff.