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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 126

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
6 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 126 (sequence 129)
Language
German
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126 Harkavy ״A. Firkowitsch und seine Entdeckungen" (Leipzig 1876, 46 S.) gerichteten Erklärung (Literarisches Centralblatt 1876, Nr. 25), ersuchte ich den Director des Asiatischen Museums zu Petersbürg (daselbst sind verschiedene der angeblich uralten Grabsteine von Tschufutkale), Hrn. Geh.-Rath B. von Dorn, mir seine Meinung unumwunden mitzutheilen. Das Zeugniß dieses Herrn (das ich bisher nur in der Theol. Literaturzeitung 1878, Nr. 25 benutzte) ist um so werthvoller, als derselbe zu dem Fürsprecher Firkowitsch's in durchaus gutem persönlichem Verhältnisse steht und im Lesen und Prüfen von Inschriften eine Erfahrung und Uebung besitzt, wie nur wenige Gelehrte. Hr. v. Dorn schrieb mir am 10. (22.) Decemb. 1876: ״Unwohlsein verhinderte mich, bei der ungewöhnlich starken Kälte auf das Asiat. Mus. zu gehen, um Ihrem Wunsche gemäß die jüdischeil Grabsteine noch eiilmal in Allgenschein zu nehmen. Ich habe das gestern thun können. Ich zweifle nicht, daß Sie im Ganzen durchaus Recht haben, und daß namentlich auf Nr. II לגלותנו und תשפ ein späterer Zusatz ist. Bei den übrigen Grabsteinen kann man eben je nach vorgefaßter Meinung Ausflüchte machen, nach der meinigen freilich nicht, weil ich von vornherein nicht zugeben kann, daß die Steine überhaupt aus den I. 89. 179. 305 und 625 herrühren können. Ich habe von Anfang an angenommen und es auch lnüildlich geällßert, daß alle Grabsteine etwa (circa) 930 Jahre jünger sind, als man sie angiebt, und wenn ich sie einmal für ächt erklärt habe, so meinte ich damit, daß sie allerdings sich auf einein jüdischen Gottesacker befunden haben: damit war aber eine Fälschuilg nicht ausgeschlossen. Ich lverde das einmal schriftlich auseinandersetzen. Wünschen Sie also mein Urtheil über die Steine im Museum, so ist es schon in dem Obigen angedeutet: keiner von den Steinen gehört dem von Chwolson angenommenen Jahre an, alle sind etwa 900 Jahre jünger, mögen sie null auf einem Gottesacker gefunden oder voil Firkowitsch fabricirt oder gefälscht worden sein." — So weit Hr. v. Dorn. Gestatteil Sie mir noch hinzuzufügen, daß ich in dem von Hrn. D1\ S. Baer in Biebrich und mir gemeinsain bearbeiteten, beinahe volleildeten und Ihnen bald zugeheilden Bliche ״Die Dik-

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