Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 6 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 86 (sequence 89)
- Language
- German
- Belongs to
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86 Berliner nach der Richtung hin mit R. Jesaja eine überraschende Wahlverwandtschaft hat, daß die drei Gemeinden Eisenstadt, Halberstadt und Berlin an Beiden einen so großen Antheil haben.' Lehren ja an der Seite dieses geistigen Führers Männer, die sich mit ihm eins wissen in dem ungetheilten Streben für das Hochziel, welches dieser Lehranstalt gesteckt ist. Und sind es ja Jünger, die sich um diese ihre Lehrer schaaren, die Erkenntniß und Verständniß für dieses Hochziel haben und es mit Liebe und Ausdauer zu erreichen suchen! So möge es denn den Lehrern und den Hörern gelingen, diese Anstalt zu einer immer größere!: Vollendung zu führen, daß aus ihr geistige Führer für Israels Gemeinden hervorgehe!:, die Segen verbreite!:, Gottesfurcht lehren, Thorakenntniß vermehre!: und dem Frieden eine bleibende Stätte sichern, damit Israel seiner Missioi: inmitten der gesammten Menschheit inuner!:äher geführt werde, bis aus Aller Mund das Bekenntniß erkli!:gt, welches dem großen Rabbi Jesaja Berlin in stillen Augenblicken iminer und inuner auf den Lippen geschwebt hat: ״ אין עוד מלבדוEs giebt keine!: Gott außer Ihm, dem Einig-Einzigen!" Noten. Der mitgetheilte Vortrag ist an! 1. Mai d. I. im Rabbiner-Seminar zu Berlin gelegentlich der Feier, in welcher der von der Jesaja Berlinschen Stiftung für die Lösung einer jüdisch-wissenschaftlichen Aufgabe ausgesetzte Preis dem früheren Hörer vr. Mose Berlin, jetzt Prediger in Neustadt- Gödens, zuerkannt wurde, gehalten worden. Die mitgetheilten Grabschriften gehören einer Sammlung von Epitaphien an, welche ein früh Heimgegangener Enkel des S. 73 erwähnten Michel Simon May, der hoffnungsvolle Jüngling Abraham May (starb cun 5. April 1870) angelegt und mir wenige Monate vor seinem Tode übergeben hatte, nicht ahnend, daß sie einst zu seinem Gedächtnisse dienen werden. 1) Eine Parallele zwischen diesen beiden Männern zieht auch Jellinek in der Vorrede zum zweiten Theile des ד,פלאה שבעדבין. 2) Geht aus dem Epitaph des Leichensteins (s. S. 24) hervor, worin Jesaja bei seinen! Tode (1799) bereits als Achtziger bezeichnet wird.