Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 6 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 80)
- Language
- German
- Belongs to
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Rabbi Jesaja Berlin. 77 Aschen führt die erste Vorschrift in Betreff des תזכרו an, nicht aber die zweite, ebenso die Tosefot in Berachot 15 k. Noch mehr, der Verfasser des!דרכי משד führt in seinen Noten zum 422 .§ א״ה auch die zweite Vorschrift nom. Jeruschalmi an, läßt sie aber in seinen Ergänzungen zum ש״ע fort. Maimonides, Jakob ben Ascher, Joseph Karo u. A. lassen diese Vorschrift ganz unerwähnt. Gelegentlich erörtert Jesaja, worauf sich denn eigentlich die Vorschrift beziehe; nach dem sogen. Raschi-Commentar bei Alfasi werde die deutliche Aussprache des כי לעולם, nicht etwa zusammengezogen כלעולם, und des Samech in הסח־ verlangt, was ihm am richtigsten scheine. — Für eine nähere Behandlung vergleiche man hierzu den Commentar Serillio's in der editio Lehmann, wie auch die Noten des Herausgebers (מאיר נדיב) daselbst und die vorangehenden (unpaginirten) Noten von Simon Hurwitz. Das dort angeführte Responsum Naschi's glaube ich im Siddur Naschi's 6oä. München gesehen zu haben. 8) תקוני בלי שרר, worin שר״ת die Wörter ש״ם רש״י תוספות bezeichnen, für welche in dieser Schrift Emendationen nachgewiesen und näher begründet werden. Wohin die Handschrift gekommen, ist nicht zu ermitteln gewesen; nach den Anführungen,^) die uns aus diesem Werke bekannt geworden, ist der Verlust derselben zu bedauern. 9) תנא תוספאת, ein sehr werthvoller Commentar zur Tosifta; auch der Verbleib dieses Werkes ist unbekannt. Verfasser führt daraus an 9 אומר השבתה b, 19 חרושי הש״ם a und im Scheeltot-Commentar S. 35, wo er bemerkt, daß er in diesem Werke nachgewiesen habe, wie viele religionsgesetzliche Bestiminungen, die ursprünglich im Talmud nicht nachgewiesen werden können, in der Tosifta ihre erste Quelle haben. 10) שאילת שלוס, Commentar zu den Scheeltot, verfaßt für eine neue, in Dyhernfurth veranstaltete Ausgabe; durch den Absatz derselben sollte dem Herausgeber, einem bedrängten Studiengenossen Jesaja's (s. oben S. 11) aufgeholsen werden. Der Verfasser entschuldigt die Eile, mit der er seinen Commentar abgefaßt — er hatte ihn in sechs Wochen geschrieben — weil er nämlich schleunigst dazu beitragen wollte, daß der Noth des