Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 6 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 73 (sequence 76)
- Language
- German
- Belongs to
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Rabbi Jesaja Berlin. 73 wichtigsten Impuls für den Zweck gegeben hat, der uns hier versammelt hat, ist Jhneir bereits aus dem einleitenden Vortrage des Herrn Rektors bekannt geworden. Herr Di׳. Bergson ist ebenfalls ein Urenkel von Jesaja Berlin: der fünfte Schwiegersohn, der berühmte Talmudgelehrte Joseph May, war nämlich mit Sarel, einer andern Tochter Jesaja's, verheirathet. Aus ihrer Ehe ging Judith hervor, die sich an Gabriel Bergson verheirathet hatte. Sie waren die Eltern des Herrn vr. Joseph Bergson, geboren am 9. November 1812, Verfasser der Schrift: die Beschneidung von historischem, kritischem und medizinischem Stand- Punkt, Berlin 184-1, und mehrerer gekrönten Preisschriften aus medizinischem Gebiete. — Eine andere Tochter des Maischen Ehepaares, Namens Rahel, war mit N. Chachamowitz, einem Nachkommen des Chacham Zewi, ehelich verbunden. Ihre Töchter, Frau H. Abramczyck und Fräulein E. Chachamowitz, beehren ebenfalls unsere heutige Feier, die sie durch die Ausstellung der in ihren! Besitze befindlichen Portraits der Großältern Joseph und Sarel Mai in diesen Näuinen erhöht haben. — Von dieser! ihren Stammältern wollen wir noch Einiges mittheilen: Joseph May ist am 5. Tebet 5525 geboren und im Alter von 45 Jahren arn 4. Kislew 5571 gestorben?*) Er war der Sohn Michel May's, der die Buchdruckerei in Dyhernfurth besaß, die nach dem Tode desselben^) von der Wittwe Rechel und den beiden Söhnen Joseph und Michael Simon May fortgeführt wurde. Diese beiden Brüder haben gemeinschaftlich die Noten zu den Turim unter dem Titel חרושי הגהות, welche der ecl. Wien 1813 und Dyhernfurth 1790 beigegeben sind, versaßt, was erst aus der Inschrift 23) auf dem Leichensteine des einen der Brüder mir bekannt geworden ist. In einer Randnote zu den Scheeltot S. 8b spricht Jesaja das Lob seines Schwiegersohnes aus, indem er ihn dort חתני האברך וחכים המתמיה ומצא בדי. מדתו תורני מופלא מה״ו יוסף נר״ו nennt. Die zweite Vorrede zum Scheeltot-Commentar Jesaja's ist von Joseph May geschrieben. Seine Frau Sarel war sehr gebildet, wofür die in Breslau noch vorhandene Correspondenz mit dem zur Zeit in Dyhernfurth residirenden Minister v. Hoym Zeugniß ablegt.