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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 72

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
6 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 72 (sequence 75)
Language
German
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72 Berliner die Rabbiner ereifert, welche in zweifelhaften Fällen, die ihr eigenes Interesse berühren, selbst eine Entscheidung treffen, ohne, wie dies dort (9 a אומר השכחה) aus den halachischen Bestimmungen als erforderlich erwiesen wird, noch einen andern Gelehrten für die Eruirung eines legalen Urtheils mit herailzllziehen. — Von dem hohen Grade frommer Denkungsart, welche unferm Jesaja innewohnte, zeugt, was man von ihm erzählt,'^) daß er nämlich in jedem freien Augenblicke, wo er sich weder im Gebete noch beim Studium befand, ununterbrochen den Gedanken an Gott dadurch festznhalten suchte, daß er die Worte der Schrift (Deut. 4, 38) ״ אין עוד מלבדוes giebt keinen Gott außer ihm" stets vor sich hin ausgesprochen habe. Jesaja hatte die Freude, auch seine Kinder im Studium und in Frömmigkeit heranwachsen zu sehen. Seine Söhne hießen: Benjamin,^) Meir, der ein so reichhaltiges Wissen besaß, daß der Vater ihn gewöhnlich seine Bibliothek nannte,") Wolf, Jomtob, David und Salomo. Letzterer starb bei Lebzeiten des Vaters, wie aus der Inschrift des Grabsteines hervorgeht.^) Auch seine Töchter waren gesetzeskundig und außerdein nach dem Begriffe jener Zeit auch im modernen Wiffen, namentlich im Französischen, recht gebildet. Sie waren an Männer verheirathet, die als Talmudgelehrte mehr oder minder einen Namen genossen: 1) Jehuda Löb, Stiefsohn seines Schwagers Steinhard, wie aus dem Buche וכדון יוסף hervorgeht,'°) zeichnet sich als Corrector am Schluffe des Alfasi-Werkes 6d. Wien. 2) Peilte Oldenburg aus Lissa, war der Mann seiner Tochter Merle. 3) N. Jehoschia aus Lissa, Dajan in Berlin, der Mann seiner Tochter Rebecka. 4) Leiser Berlin aus Rawitsch, der Mann seiner Tochter Kreindel; aus ihrer Ehe ging eine Tochter, Namens Täubchen hervor, die später an Moritz Stern in Berlin verheirathet war. Sie waren die Eltern des Königlichen Musik-Direktors Julius (Jesaja) Stern unb der Frau Julie Bergson, Geinahlin des Professors D1\ med. Joseph Bergson. Wie dieses Gattenpaar, welches unsere gegenwärtige Feier mit seiner persönlichen Anwesenheit beehrt, den ersten und

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