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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 25

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
6 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 25 (sequence 28)
Language
German
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Hoheslied. 25 unb aus Anführungen bei seinem Sohne Moses hervorgeht, eine Erklärung des Hohenliedes. Die Frage, ob Samuel das Hohelied, wie nach dem Commentare Moses', der seines Vaters Kohelet:נ) und Hoheliederklärung zu citiren scheint, anzunehmen, philosophisch betrachtete und deshalb sagt, der König Salomo hätte bei den Proverbien die Verführung Eva's durch die Schlange, bei Kohelet die durch den Sündenfall verursachte Austreibung aus dem Paradiese und beim Hohenliede speciell das Genießen vom Baume des Lebens zur Grundlage seiner drei Moral lehrenden Schriften genommen/) oder ob er, wie man nach S. XII der Vorrede Moses' deduciren könnte שיר השירים לא חובר.ואבא מרי מ"כ כתב בדרך חכמה כי אם בדרך חושקים ולא נראה לי כן, der einfachen Erklärung sich zugeneigt hat, ist nur aus der HS., welche nach Neubauer (H. B. IX, 134) im Escurial liegen soll, zu entscheiden. Unbekannt mit den philosophischen Erläuterungen Joseph ibn Aknin's, aber angeregt durch Andeutungen Maimonides' (s. o. §. 17), versuchte Mose ibn Tibbon ^) aus Granada, der um 1245 bis 1275 blühte, das Hohelied auf philosophischer Grundlage zu erklären und verwendete dieserhalb eine Fülle des Scharfsinns und gelehrten Materials. — Poetische Form und philosop.hi- 1) Eine Erklärung zu Kohelet, 7, 26 findet sich bei Mose Tibbon a. a. O. 21 d. 2) Wenn im Einzelnen auch anderer Ansicht (z. B. XIIb), so hält Mose doch im Allgemeinen den Weg, den sein Vater bei Erklärung des HL. einschlägt für gut, richtig und geeignet, die Einzelheiten des Buches in bester Weise zu einem Ganzen zu verbinden. Mose ibn Tibbon a. a. O. 2411. 3) lieber diesen Sproß der gelehrten Uebersetzerfamilie siehe Steinschneider Catal. Bodl. 2005. Handschriften des nach einem Mscr. der Münchener Hofbibiliothek (Nr. 264; diese Quelle fehlt in der Ausgabe) vom Verein Mekize nirdamim, Lyck 1878. 8., herausgegebenen Comment. sind nicht selten und außer in München in Oxford (Uri 319'-'), London (Brit. 11ms. Harlei 5797), Parma (590) und Cambridge (70) zu finden. Die Lycker Ausgabe ist ausführlich recensirt worden von Steinschneider, H. B. 1874, S. 99; von Brüll, Jahrbücher III, 171 ff.; Mscr. Cambridge hat an Schiller-Szinessy (Catalogue 230) einen fleißigen Bibliographen gefunden. Diese drei eingehenden Arbeiten habe ich zur Charakterisirung des qn. Comment. benutzt.

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