Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 6 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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24 Salfeld Thema genommen. Joseph versteht es, durch alle exegetischen Klippen hindurch diesen Gedanken zu tragen. Seine Erklärung soll den einfachen Sinn nicht aufheben, sondern ihn fördern, und, wohl wissend, daß seine philosophische Deutung nur für wenige seiner Zeitgenossen sich eigne, spricht er die Hoffnung aus, für die Nachwelt geschrieben zu haben. Er selbst hebt vertheidigend sein Einverständniß mit Maimonides hervor') und beruft sich ferner auf den Talmud (Aboda sara f. 52a), der einfachen Gesetzen eine allegorisch-ethische Deutung gegeben. Wichtig ist der Epilog des Werkes durch literarische Notizen. So ist der Passus über Benutzung der arabischen Sprache und nichtjüdischer Quellen von jüdischen Autoren von Bedeutung. Ungünstig spricht sich Jbn Aknin in eben diesem Epiloge über den Commentar des Jbn Esra, den er, lange begierig, ihn zu besitzen, aus Andalusien dlirch Schüler in Cordova empfängt, und den des Schemarja (s. oben §. 6) aus, während er der Erklärung Saadja's großes Lob zollt. — Von Worterklärungen führe ich die Bedeutung des שיר als Lobgesang; שה״ש nach Analogie solcher dem Hebräischen eigenthümlichen Cvnstruction als ״höchstes der Lieder" und den Hinweis auf die spätere Bedentung des חרוז (als Reim oder Vers) an. §. 19. Die Tibboniden. Samuel ibn Tibbon (gestorben um 1230), ein gediegener Kenner der Metaphysik, verfaßte, wie aus seinem Handschriftlichen Cominentac zu Kohelet (beschrieben von Perreau im Lollettino Ital. degli stud. Orient, nuova serie 1878)a), aus einem Citate des Menachem b. Jacob (?) Codex Opp. 1172 lj. fol. 21, 1) Wie Maimouideb, sagt er (f. Neubauer a. a. O. 899), glaube er an de» buchstäbliche» Sinn des SchrifttvvrteS, nehme aber ebenfalls au, daß demselbe» auch ein tiefer liegender iuuewohue. 2) נאשר הקדמתי?1 2פירושו zu Kohelet 1, 15 (Cod. Münche» 262 f. 6, Mittheilung Steiuschneider's).