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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 193

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
5 (1878)
Issue
1 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 193 (sequence 196)
Language
German
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Die 31 gaba. 193 lung hält, wird sonach auszuschließen sein. Es bleibt also bei dieser Erzählung die nicht leichte Wahl zwischen רבה בב״ח und רבא. Die Einleitungsformel לדידי חויא לי weist keineswegs, wie Bacher meint, auf רבה ב״ברו hin, da sich dieselbe Baba bathra 73 a auch bei רבא findet: לדידי חוי לי הורמן בר לילית, wo, wie wir eben festgestellt haben, דבא st. רבה zu lesen ist. Uns scheinen die persischen Götternamen, die in beiden Schilderungen Vorkommen (,הורמן בד לידית רדיא), auf einen gemeinsamen Erzähler, also auf דבא hinzuweisen, der sich ja auch sonst bekanntlich für das Perserthum interessirt hat. Sollte auch — wie Bacher will — in jener Erzählung הורמו בד לילית einen Reitkünstler bedeuten (S. 88 A. 7), so ist doch der Name jedenfalls der persischen Gottheit entlehnt und beeinträchtigt nicht unsere Vermuthung. Doch kehren wir von diesen einzelnen Versehen, die ja zum Theil gar nicht zu vermeiden waren, zur Betrachtung der Anlage der Arbeit selbst zurück. Obgleich die Agada der babylonischen Amoräer — wie der Verf. mit Recht hervorhebt — nur ״eine Episode in der Geschichte der Agada" bildet, so ist dem Verf. nichtsdestoweniger ein weit umfassendes, schwer genug zu beherrschendes Arbeitsfeld geblieben, da die über den ganzen babyl. Talmud zersprengten agadischen Aussprüche zusammengetragen, gesichtet und in Zusammenhang gebracht werden mußten, und selbst das gewonnene Material konnte der Verf. wegen des ihm zugewiesenen Raumes nicht vollständig verarbeiten, sondern mußte sich begnügen, die Forinen der Agada der hervorragendern Amoras in ihren Hauptzügen zu charakterifiren, das dazu gehörige Material in die den Text begleitenden Noten verweisend. Daß der Verfasser schon hierdurch einer zukünftigen ausführlichen Geschichte der Agada schätzbare Dienste geleistet hat, braucht nicht erst hervorgehoben zu werden. Ebenso wird diese Arbeit auch einer zukünftigen Einleitung in den Talmud, die ein immer dringenderes Postulat der jüdischen Wissenschaft wird, von Nutzen sein und darf darum mit Recht als ein Beitrag zu derselben gelten. Der Verfasser hat sich aber keineswegs bloß auf die babyl. Agada beschränkt und konnte sich auch nicht beschränken. Ist doch Palästina die Hauptquelle für die Agada der Babylonier, ja man

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