Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 5 (1878)
- Issue
- 1 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 163 (sequence 166)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2572068-2572073-2572074--0522-2572668- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Joab 1× ep/1005321
OCR text
Hoheslied. 163 Von der HL.-Erklärung liegen uns zwei Recensionen vor^), non denen die von Mathews edirte — darf matt sie auch nicht als den ersten Entwurf der Arbeit betrachten — vermuthlich um 1140 in Italien * * * * * * 7 8 *) verfaßt und somit die früheres) die in den rabbinischen Bibeln gedruckte die von Ibn Esra später in Fratrkreich geschriebene ist. Beide Recensionen stimmen bis auf die Vorreden im Wesentlichsten überein. Die Ibn Esra'sche Einleitung bei Mathews besteht nebst fünf Strophen, welche den Dank gegen Gott und eine Widmung an einen gewissen Benjamin10) (בנימין צעיר) enthalten, noch aus folgenden Reimen, die ich aus Cod. 2912 Q. Berol., worin sie etwas genauer als die M.'schen, hier miltheile: נאם אברהם הספרדי אפרש זה הספר בכל מאז־י אם יהיה אלהים עמדי אבארנו שלשה פעמים אגלה בל מלה צפונה על פי אשר תשיג ידי ולהיות בדרכיו תמים בפעם ראשונה (" ובשנית אודיע משפטו ובשלישית יהיה מפורש על דרך פשוטו 4 על דרך המדרש : § 24) einen Beweis dieser Deutung; es ist feine Erklärung zu HL. 5,2: Viel׳ leicht beziehen sich hierauf die Reden Salomo's: ״Ich schlafe, aber mein Herz ist wach" — er bezeichnet die Verbannung mit Schlaf und das wache Herz mit der unter ihnen fortdauernden Prophetie. ״Horch, mein Geliebter klopft" — Gott ruft ihn zur Rückkehr. ״Mein Haupt ist voll Thau" — der Gottesgeist, der aus dem Schatten des Tempels heraustritt rc. (Vgl. Cassel, Cusari a. a. O.) 7) Siehe Bibliographie am Schluß der Arbeit. s) Dem einen italienischen Worte zu 2,2 (etl. Mathews) giglio habe ich noch einen Genossen zuzuführen, nämlich 1,14 (ebda.) ובל׳ כאנפורא (nicht ״the Spanish caiifora“ sondern) ital. canfora, während 5,1 (ebda.) קנה סוקר (ital. canna zuccherina) hebräisch ist. Sollte jedoch das בלעו — dieses Charakteristikum der hebr. Commentare aus der französischen Schule (vgl. Dukes, Literaturbl. d. OrientsVIII, 652, Note 19 und auch Zunz, Ztschr. 3271 ״ das bei I. E. nur noch zweimal (2. B. Mos. 12,22 16,-) und zwar mit italienischen Wörtern: 1. origano (Dosten, Wohlgemuth) und 2. manna vorkommt, späterer Zusatz eines Abschreibers sein, so blieben für die Abfassung in Italien noch die Widmung an Benjamin, die äußere Uebereinstimmung mit den übrigen in Italien verfaßten Megillot u. A. entscheidend. •) Siehe Mathews, Ibn Esra’s Commentary on the Canticles, London 1874, Preface (recens. Hebr. Bibl. XIV, 26, Brüll, Jahrb. II, 202); Friedländer, a. a. O. 181 ff. 10) Benjamin ben Joab (nach Mathews 1. 6. Preface VII). Zair ist ein der Psalmstelle 68,28 nachgebildeter Name und Ausdruck der Bescheideltheit. Siehe Berliner, Pletat Soferim, Index. ״) So ist bei Mathews zu lesen und zu trennen.