Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 5 (1878)
- Issue
- 1 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 120 (sequence 123)
- Language
- German
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120 Salfeld allsgezeichneten Sabbathen, zu Fest- und Bußtagen vollständige hagadische Vorträge, in welchen uns sehr häufig65) die bereits bekannte Auslegung des HL. entgegentritt. Wie mit älteren hagabischen AusführungenB#), so stimmen einige Stellen mit dem Targum Cantic. 57), woraus jedoch keineswegs bewiesen werden soll, daß dem Ordner der Pesikta jenes zur Benutzung Vorgelegen habe; man darf bei den Midraschim nicht vergessen, daß Jahrhunderte lang die Hagada sich in lebendigem Fluße erhielt, aus dem man ohne Aengstlichkeit schöpfte; hier kürzte man den Stoff, dort erweiterte man ihn. So wird die Bestimmung über das Früher oder Später, über das, was Original oder Copie, sehr unsicher. Auch in der Pesikta ist Salomo der himmlische Friedensfürst, Jsrael seine Braut68). Von Wortcrklärungen sei es gestattet das 2 a zu 3״ mitgetheilte papilio, Pavillon (Lustzelt), was jedoch אפריון nicht erklärt 59), zu עופר das עווליהון (Sarg. u. Midr. Cant, richtig: אורזליהון Junges) und זמיר im Sinne des Abschneidens (Ernte) und des Gesanges hervorzuheben. 8 4. Midrasch Canticum. Dem Kenner des hagadischen Schriftthums braucht es nicht gesagt zu werden, daß wir im Midrasch Canticum, dem wir jetzt kurz unsere Aufmerksamkeit zuivenden wollen, einen eigent- Buber, Einl. III; Steinschneider, Jüd. Sit. 381, Note 108; auch Zunz, G. V. 193. 56) HL. 1,2 (Buber 102 d), 2,s (103 b), 2,, (101b), 2,48) ״ b, 49 a), *,u, (90a und b), 3,0 (1/9), 3,9 (2a), 3,!! (2b, 4a, 5a, 173b), 4,8, 9, 11, 12 (147b), 44 ,(83 ,82) 2״ns (83b), 4,16 (1), 5147) 1׳b), 5,a (46, 47, was Midr. Cant, in etwas anderer Fassung hat), 5,,, (108a), 5,110) ,״a), 6124) 8,0 ,(126) 8,1 ,(129) ״). 60) Die Nachweise finden sich für die der Pesikta vorangegangenen wie nachfolgenden Arbeiten reichlich in den Noten Buber's. 5,) S. 49, 147 a u. 149, wo Salomo als derjenige bezeichnet wird, der die Freuds erst gelehrt, die Ps. 118,2! nur angedeutet sei, und zwar mit HS. 1,4 durch 22) בך Buchstaben des Alphabets). 58) S. 147 werden die zehn Schriftftellen citirt, tu denen Israel als Braut bezeichnet wird; vgl. auch Midr. Cant zu 4,!9. m) Vgl. Ewald, HS. u. Delitzsch, HS. z. St. Die beste Erklärung des Wortes giebt wohl Grätz a. a. O-, Einl.