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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 115

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
5 (1878)
Issue
1 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 115 (sequence 118)
Language
German
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HoheSlied. / 115 hin und wieder durch Wortspiele23), Parabeln ^), Vergleiche28) und Nutzanwendungen ausbilden. Mit direkter Worterklärung befassen sich diese beiden Schriftdenkmäler fast gar nicht und ihre Sacherklärungen sind nicht immer frei von allegorisirender Anspielung.*6) Die Stellen im Talm. babli, in welchen auf's HL. Bezug genommen wird, sinken sich in dem, den einzelnen Pentateuchausgg. (Amsid., Franks, a. O., Wien u. a.) beigedruckten ״Tholdot Ahron" zusammengestellt. § 3. Das Targum. Die Pesitta des R. Kahana. Früh schon sind, neben den Perikopen des Pentateuchs und neben den Haftarot auch die fünf Megillot 2,) an bestimmten Feiertagen, das HL. wegen seines auf die Erlösung Israels bezogenen Inhalts 28) am Pessachfeste, vorgelesen, übersetzt und gedeutet worden. — Keine der Megillot gab zur Umschreibung mehr Gelegenheit, als Schir Ha-Schirim, das ja nur, weil sinnbildlich aufgefaßt, den Weg in den Kanon und von hier aus in die Synagogen gefunden hatte. — Diese umschreibende Uebertragung tritt uns vor Augen als ein vollständiger hagadischer Commentar 29), als ein Midrasch in ss) Bab. Synhedrin 20 b, dazu Gitlin 68 b, Joma 38 a. 24) Jerus. Berachot 12 b ed. Anist., סטו die Parabel vom Könige, der seinem Sohne einen Garten anlegt. 25) Bab. Berachot 57 a zu 4,3, Sabbath 63, 88 a, Taanith 25; jerus. Schekalim IV, 16״. 26) Bab. Berachot 30 a zu 4,4; jerus. Schebiit 14 a jer. und Challa 14 a ed. Amsid., wo Amana als ein Berg erklärt wird, bis zu welchem Palästina reicht (die Amsterd. Ausg. hat טורי אפנה, die Krotoschiner, S. 60 a, טוורסאמנם); jerus. Schekalim II, 7b zu 710׳. Vgl. Zunz, Ges. Schriften II, 279. 27) Geiger, Nachgel. Schriften IV, 11, daß sie bereits im Kanon nach dem Jahrescyclus geordnet sind, ist unrichtig, da die Massorah eine andere Ordnung hat. ”) Dieser Bezugnahme verdanken die schwungvollen synagogalen Poesien für die Sabbathe vor dem Pessach und für dieses Fest selbst, die die Midraschausführuugen durch Anreihung an Verse und Sätze des HL. tresslich verwerthen, vom 10. Jahrh. an ihre Entstehung. — Das Nähere s. in Zunz, Lit.-Gesch. d. syii. Poesie. 2») Zunz, G. V. 65.

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