Mannheim
Compact Memory

Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 69

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
5 (1878)
Issue
1 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 69 (sequence 72)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2572068-2572073-2572074--0428-2572574
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Das Trostschreiben Samuel Hanagid's an Chananel. ßA halten, auf's Neue untersucht wurden, denn seit dem ersten Abdruck ist die Zeit in ihrem Zerstörungswerke fortgeschritten, wie ich denn auch die Wörter, die in jener Ausgabe sich finden, heute aber entweder bereits völlig verschwunden oder doch unkenntlich geworden sind, durch eine offene Klammer von den übrigen abgeschieden habe. Die zwei Blätter orientalischen Baumwollenpapiers von cm Höhe und 13 cm Breite sind an der linken unteren Ecke, das zweite mit dem letzten Theile des Briefes auch am unteren Rande stark zernagt. Das erste Blatt von 141/״ cm Schrifthöhe enthält auf jeder Seite 26 Zeilen, von denen auf der ersten Seite die Ueberschrift zwei ausfüllt, das zweite je 25 Zeilen. Die Schrift, die allein neben Papier und Format die Zusammengehörigkeit der von einander getrennten Blätter entscheidet, hat mit der mittleren Probe auf Tafel IX in Steinschneiders Leydener Catalog viel Aehnlichkeit, wenn auch sie eleganter und kräftiger genannt werden muß. Neben dem Rafezeichen, das sich nur im Schlußgedichte mehreremal erhalten hat, spricht auch die Form des Kamez, das durch unser Patach mit daruntergesetztem Punkt dargestellt wird, wohl für das Alter der Schrift, da das letztere Zeichen meist in alten Handschriften sich findet, von denen ich nur die Erfurter Tosefta und ein undatirtes, höchst werthvolles Mischnahos nennen will, das ich im Hause der Brüder Triefte in Padua gesehen habe. Um für die Leser des ersten Abdrucks meine abweichenden Lesungen als den Text der Handschrift ausdrücklich hinzustellen, habe ich die Abweichungen, die in Druckfehlern, leichtfertigem Abschreiben und ähnlichen Sünden ihren Ursprung haben, zu den betreffenden Zeilen besonders verzeichnet. Nur da, wo meine Vermuthungen mir nach der Beschaffenheit der Handschrift unabweislich schienen, habe ich sie in eckigen geschlossenen Klammern in den Text ausgenommen; zumeist jedoch habe ich sie unter denselben verwiesen. Durch die Angäbe der angeführten Bibel- und Talmudstellen ist nicht nur die Lesbarkeit des Ganzen gefördert, sondern auch unbegründeten Schlüssen auf geschichtliche Daten vorgebeugt worden. So scheint mir Halberstamm's Bemerkung (Magazin für die Miss, des Zud. III, 171), Chuschiel's Abstammung aus Babylonien sei durch die Worte: אלא שבבל גרמה לו bewiesen, so wenig ich auch sonst an

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.