Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 5 (1878)
- Issue
- 1 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 68 (sequence 71)
- Language
- German
- Belongs to
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68 Zur Geoni m-Literatur. Zur Geonim-Literatur. Es liegt uns eine schöne Sammlung von Materialien zur Aufhellung oder Ergänzung mancher Einzelheiten aus der Geonim- Periode vor. Wir werden daher die Ueberschrift einstweilen als stehende Rubrik weiter beibehalten und unter derselben das Material, wie in dem vorliegenden Hefte zwei Piecen, folgen lassen. Die Red. Das Trostschreiben Samuel Hanagid's an Chananel. (Vgl. die hebr. Abtheilung.) Zu dest interessantesten Funden, die wir dem Sammlerglück Firkowitzens verdanken, rechne ich das Trostschreiben Samuel Hanagid's an Chananel. In jeder anderen Literatur würde ein geschichtliches Denkmal aus so alter Zeit die Aufmerksamkeit der Akademieen oder gelehrten Gesellschaften erregt und die sorgfälligste Herausgabe erfahren haben; die jüdische Wissenschaft mußte es bisher zufrieden sein, das werthvolle Schriftstück, und sei es auch nur in einem elenden Abklatsch, in der Beilage zu Fin's Karmel VIII (Hascharon Nr. 3l p. 245 f.) von Firkowitzens Gnaden überhaupt nur vorgelegt zu erhalten. Es hat auch bisher nur sehr geringe Beachtung gefunden. Außer Ihrem Migdal Chananel VI und Halberstamm's Bemerkungen in Ihrem Magazin III, 171, wüßte ich wenig anzugeben, wo seither davon die Rede gewesen. Ueber die Unverständlichkeit und die ans Sphynxartige streifende Räthselhaftigkeit des Styles im ganzen Briefe ist jedoch noch nirgends etwas bemerkt worden. Und doch ist wie überall so auch hier die etwaige geschichtliche Ausbreitung von dem philologischen Berständniß des Einzelnen durchaus abhängig. Durch die freundschaftliche Güte Jakob Reifmanns in Szebreszyn bin ich nun in den Stand gesetzt, auf Grund der Handschrift, die er von Abraham Firkowitz zum Geschenke erhielt, eine neue Ausgabe des Trostschreibens veranstalten zn können. Es war die höchste Zeit, daß die zwei vergilbten Blätter, die den Brief ent-