Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 5 (1878)
- Issue
- 1 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 61 (sequence 64)
- Language
- German
- Belongs to
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Abraham ibn Iarchi. 61 Jahrhunderts?) Frankreich war sein Vaterland, wo er auch seine Ausbildung erhalten; daher er sehr oft die von seinen Lehrern in Frankreich empfangenen Lehren und Meinungen anführt. Zn Lünel geboren/) woher der erwähnte Beiname הירחי stammt, d. h. der aus Lünel, scheint er frühzeitig von dort ausgewandert zu sein und des Lebens Bitterkeit auf seinen öfteren Reisen vielfach empfunden zu haben, worüber er in der Einleitung zum Manhig klagt. Von Lünel begab er sich in seiner Zugend nach Kirjat-Jqarim, wie Nimes in den mittelalterlichen Quellen benannt wird/) einer Stadt voller jüdischen Gelehrten, daher sie sich den ehrenden Beinamen לשכת הגוית, d. i. die Quaderhalle des heiligen Tempels, wo der Sitz des Synedriums war, erwarb?) Dort saß er zu den Füßen des Rabed, wie aus Hilchot Peßach n. 3 u. Sabbat n. 69 (wo nach רבנו noch אברהם בר דוד hinzuzufügen ist) zu ersehen ist. Von Nimes begab er sich nach Dampiere, wo er das Lehrhaus Zsaaks des Heiligen und des Zoseph b. Simeon, dem ebenfalls der Name ״der Heilige" beigelegt wird, besuchte?) Auch von Zedidja in Melun empfing er Lehren, wie aus Hilchot Pessach n. 35 hervorgeht. Er kennt wahrscheinlich aus eigener Anschauung die Bräuche Allemaniens, Spaniens und Englands, von denen er an mehreren Steller?) seines Werkes berichtet. Seine Wanderungen nach den verschiedenen Gegenden in Frankreichs) wie nach fernen Ländern geben ihm Grund, in der Einleitung uin Entschuldigung für etwaige Fehler in seinem Buche zu bitten, da man einem Umherirrenden dergleichen nicht besonders anrechnen müsse?) Bei nicht einmal genauem Durchlesen des Manhig fand ich auch einige Flüchtigkeiten, so z. B. im Anfänge die Angabe (S. 6 b), daß die täglichen 100 Segenssprüche seien מסורת בידינו מאבותינו למשה מסיני, was gegen die Stelle im Talmud, Berachot 21 a verstößt, nach welcher das Gebet als דרבנן bezeichnet wird. Ferner Hilchot Sabbat n. 23, wo גירי צדק als Proselyten bezeichnet werden, welche die 7 noachidischen Gebote auf sich genommen und גר תושב als solche, welche dem Götzendienste entsagt haben. Dies ist aber falsch, da Erstere die ganze Tora, Letztere dagegen nach Ansicht der Weisen die 7 noachidischen Gebote auf sich genommen, nach Ansicht des R.