Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 5 (1878)
- Issue
- 1 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 54)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/2572068-2572073-2572074--0410-2572556- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Recensionen 51 über Iehuda Halewi (S. 118—240), der sich noch ein An- Hang: ״Abraham, Jbn Daud und Jeh. Halewi" (S. 241—252) - anschließt. Auf eine Mittheilung über den für das arabische Original des Kusari benutzten Münchener Codex (S. 118) folgen als Gegenstände der Erörterung: Jehuda Halewi und Gazzali (S. 119 -140), die Lehre von den göttlichen Eigenschaften (S. 141— 154), die Namen Gottes (S. 155—164), die Lehre vom höchsten Gottesnamen in sieben Abschnitten (S. 165— 240). Man sieht, Vers, hat uns hier weit über sein eigentliches Thema hinausgeführt; doch sah er sich dazu durch die Verwandtschaft der Materien veranlaßt und sind seine Forschungen so lehrreich, daß der Leser ihm für jene Erweiterung seiner Untersuchungen nur zum Danke verpflichtet ist. — Als besonders gelungen heben wir den Nachweis der Behauptung hervor, daß Gazzali das Vorbild Jeh. Halewi's gewesen, wofür eine Menge von Einzelheiten S. 128 ff. 134. 136. 202, A. 180. 203, A. 181. 214, A. 194. 216, A. 197 beigebracht werden; daß Jehuda Halewi demgemäß der jüdische Sufi sei, nicht ganz Mystiker, aber doch schwärmerisch genug, um später der Kabbala als Quelle zu dienen (S. 166). Interessant ist die Benutzung Kant's als Interpreten Jehuda Halewi's (S. 44), wichtig der Excurs über die Auffassung der Prophetie (S. 201, A. 181; vgl. S. 206, 184; 217, 198), schön wird das Stillschweigen Jbn Daud's über Jeh. Halewi erklärt (S. 252), treffend werden des Schriftstellers Worte durch eigne Ergänzungen erklärt (z. B. S. 151 u. das. A. 86). Das bleibende Verdienst, welches David Cassel sich um Kenntniß und Verständniß des Kusari erworben hat, hinderte den Verf. nicht, namentlich mit Hülfe des arabischen Originals, theils den Wortlaut der Tibbon'schen Uebersetzung zu verbessern (z. B. S. 150 A. 83; S. 197, 171; 203, 181 Ans.; 224, 210) und über Lesarten in demselben zu entscheiden (S. 149, A. 80), theils die Erklärung schwieriger Stellen zu ermitteln (wie S. 169, A. 122; ferner S. 224, A. 210, wo die scharfsinnige Bermuthung einer ursprünglichen Dittographie im Original zur Erklärung des schwierigen plvn verhilft). — Hieran wollen wir noch einige eigne Bemerkungen in Kürze anschließen. Kus. IV, 3 S. 309 6ä. I Cassel ist zu vocalisiren 4*