Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 5 (1878)
- Issue
- 1 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 53)
- Language
- German
- Belongs to
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50 Kaufmann: Geschichte der Attributenlehre re. gleich wahrzunehmen, noch ihn als Ausgangsort der Stimme zu erkennen. Die S. 72 A. 131 nach Moseh Taku angeführte Stelle scheint darauf hinzudeuten, daß der von demselben benutzten anderen Uebersetzung eine ältere Recension des arabischen Emunot selbst zu Grunde liegt, wie ja auch in der S. 68 A. 127 mitgetheilten Stelle ein Beispiel dieser Art anzunehmen wahrscheinlich ist. Danach hätte Saadia diejenigen Stellen in Emunot, welche seinem aufgegebenen früheren Standpunkte entsprachen, selbst abgeändert und folgt dieser zweiten Recension die bei uns gangbare Jehuda Tibbon'sche Uebersetzung. In dem Anhänge zu Saadia sind S. 89 A. 150 die beiläufigen Anführungen in der Beseitigung des Geiger'schen Einwandes gegen Rappoport interessant; doch war jener.Einwand einfach damit abzuweisen, daß ובכתיבתם bei Abraham Jbn Esra zu 1. Mos. 2, 11 gar nicht, wie G. annimmt, zum Lobe Saadia's gesagt wird, sondern mitzu dem Grunde gehört, weshalb Saadia nach .Jbn Esra's Meinung auf Muhammedanische Leser rechnen konnte und diese berücksichtigen mußte, da nur die für jüdische Leser bestimmten arabischen Schriften hebräische Lettern hatten.- Die dann folgende Untersuchung über Salomo Jbn Gabirol (S. 95—145) schließt mit dem Ergebnisse: ״Jbn Gabirol war ein Gegner der Annahme göttlicher Eigenschaften." Im Uebrigen ist besonders hervorzuheben, daß Vers, die vollständige Uebereinstimmung Gabirols mit den Neuplatonikern läugnet, indem er gegen die Annahme einer solchen bestimmte Einzelheiten S. 109 A. 19 geltend macht. Ebenso entschieden setzt er seine Meinung der Auffassung Anderer über die Bedeutung des Willens bei Gabirol in annehmbarer, wenn auch nicht zwingender Weise entgegen und gelangt zu dem Ergebnisse, der Wille sei bei G. weder eine Hypostasie noch ein reales Attribut. Den S. 112 A. 23 gegen M. Sachs, Religiöse Poesie S. 225 erhobenen Einwendungen möchten wir nicht beipflichten, da Gabirol's Worte doch für dessen Auffassung zu sprechen scheinen. — Reich und mannigfaltig ist die sodann folgende Abhandlung