Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 5 (1878)
- Issue
- 1 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
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Recensionen 47 ■ \ . ■ . dessen Emunot die Untersuchung sich zunächst anschließt; es wird aber zugleich dessen handschriftlicher Jezirah-Commentar vorkom< menden Falles mit,Erfolg׳ benutzt. Um nur Einiges, beispielsweise' hervorzuheben, so ist die Erklärung des Substantivs משך bei Saadia und anderen Religionsphilosophen durch ״Materie" sehr gelungen und um so überzeugender, als der entsprechende arabische Aus-. druck zugleich nachgewiesett wird (S. 1 A. 2 u. S. 502)." Wichtig - und ebenfalls für andere Religionsphilosophen gleich zutreffend ist die Bemerkung S. 18 2t! 36 über die Umkehrung des Sachverhalts bei der vermeintlichen Begründung biblischer Aussprüche durch die Speculation. - Interessant und beziehungsreich erscheint eine. Stelle E'mun. II, 5 nach der S. 43 A. 80 gegebenen Erklärung. — In dein dann folgenden Anhänge S. 78—90 über den schriftstellerischen Charakter des Emunot wird, auf Grund einer ganzen Reihe feiner-Beobachtungen die einleuchtende Vermuthung ausgesprochen, daß Saadia dieses arabisch geschriebene religionsphilosophische Werk zugleich für muhammedanische Leser verfaßt habe, indem er den Bekepnern des um -ihn her herrschenden Islam würdige Begriffe über den Lehrgehalt des Judenthums beibringen wollte. Verf.' hat öfters Gelegenheit genommen, den verderbten Text , der Berliner-Ausgabx nach der Leipziger oder nach eigner- Vermuthung zu verbessern sowie die Fü rst-'sche Uebersetzung (Leipzig 1845) zu berichtigen. Die Vorarbeiten, die er für Saadia vorfand, sind mit Nichten von der Beschaffenheit, daß er sich bequem denselben überlassen konnte. Eine genauere Vergleichung zeigt oft genug, wie vieler Sorgfalt und Selbständigkeit es bedurfte, um die vorliegende lichtvolle Darstellung dem Leser zu bieten. Und. doch hätten wir dem Verf. ein, noch größeres Mißtrauen. in deren .- Zuverlässigkeit gewünscht, .So hat Fürst in genannter Übersetzung S. 135 eine Stelle in der Einleitung zum II. Buche des Emu-not (eci. Berk. 24 a Z. 4. 5) künstlich gedeudet, weil er den Ausdruck גדר רבבה׳ nicht richtig verstanden hat als ״Quadratwurzel der Zahl 10000." Saadia sagt das.: Diejenigen,'welche sich hütest) Gott einen Körper beizumessen, jedoch keinen Anstand nehmen,' ihm Bewegung und Ruhe, Zorn und Freundlichkeit und der? gleichen zuzuschreiben, haben ihn der Sache nach, wenn auch nicht