Mannheim
Compact Memory

Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 46

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
5 (1878)
Issue
1 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 46 (sequence 49)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2572068-2572073-2572074--0405-2572551
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

46 ' Kaufmänn: »Geschichte dex Attributenlehre rc. lmd so den Weg gebahnt für ähnliche Einzelforschungen, die schließlich das . Ganze der Religionsphilosophie geschichtlich zu begreifen ermöglichen werden^ Der Verfasser ist solchergestalt seinem Vorhaben (Vorw. S. IX) treu geblieben, ״dem Zusammenhänge der jüdischen Denker unter einander" ein besonderes Augenmerk zuzuwenden und den Fortschritt der Gedanken erkennbar hervortreten ° zu lassen, ״ohne in tendenziöse Vordringlichkeit zu verfallen". Wir können, diese strenge Wissenschaftlichkeit, diese Beschränkung auf nachweisliche'und nachzuweisende Behauptungen selbstverständlich mur billigen. ‘ Wir glauben nicht, daß, es dem so belesenen Verf. schwer geworden wäre, aus den Schriften noch anderer Forscher, wie etwa aus denen Abraham Zbn Esra's, eine Summe von geläufigen oder oberflächlichen Sätzen zusammenzustellen, um —wenn dies überhaupt in seiner Art läge — seinem Buche den Schein der Vollständigkeit zu geben; oder daß es ihm unmöglich war, an der Spitze - seines Buches eine stattliche Einleitung mit hochgehenden Phrasen in leider nicht ungewöhnlicher Weise zu setzen, worin er sich mit der biblischen, hellenistischen, talmudischen und agadischen Literatur wie mit lauter Kleinigkeiten kurz'und beiläufig abgefunden hätte, um etwa Uneingeweihte zu blenden oder Leser anzulocken. Aber wie wenig« hätte dies zu ׳dem Ernst der Forschung gepaßt, die uns überall in dem. Buche so vertrauenerweckend-entgegentritt!.In dem begrenzten Rahmen einzelner, den genannten Männern gewidmeten Monographien überrascht uns desto angenehmer der allenthalben den ver- .wandten Stoffen sowie dem Ganzen zugewendete Forscherblick, da wir in ׳den Bereich der Attributenlehre noch andere Untersuchungen gezogen finden, die Licht uud Klarheit in dunkle Partien bringen; wie dies 'besonders bei Zehuda Halewi, Zbn Zaddik und' Maimuni geschehen׳ ist. So viel ist jedenfalls gewiß, nur das ganze Buch, nicht die Abhandlung über Saadia allein oder über einen einzelnen der besprochenen Schriftsteller, giebt ein volles Bild von dessen Bedeutung oder die Berechtigung, darüber ein Urtheil zu fällen. . Wir wollen nun, soweit der' Raum 'es gestattet, noch auf die genannten einzelnen Abhandlungen die Aufmerksamkeit richten, um gleichzeitig hier und da eine eigne..Bemerkung einzustreuen. Den Anfang bildet Saadia Alfajjumi (S. 1—77), an

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.