Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 5 (1878)
- Issue
- 1 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 1× ep/1002670
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Edirte mittelalterliche Werke. ZZ Eine bedeutende Autorität aus.der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, R. Jacob Alfandari, citirt im Mischneh la-Melrch (h. Schäbbat 15), behauptet, unsere Novellen gehören einem unber kannten Rischon an (לראשונים לא נור^ לטי). Nun spricht zwar Vieles dafür, daß dieses Werk von einem Rischon herrührt: .Der Inhalt ist gediegen, wie ihn gewöhnlich nur die Werke.der Men bieten, in der Weise eines Rischon beruft, er sich gegen eine, Leseart Raschi's aüs andere abweichende Codices (S. 37 b), citirt werden nur Raschi, Toßafot im allgemeinen, einige besondere Toßafisten und Alfaßi; bei der oben erwähnten Abhandlung über דם שבשלו entscheidet er ganz selbstständig, ohne sich auf Raschi zu berufen, dessen Deciston der seinigen gleicht, und ohne die entgegenstehende Deciston der andern Autoritäten zu berücksichtigen, — ein Verfahren,' das den Spätem (אחרונים) ganz׳ fremd ist. Andererseits dürfen aber auch die dagegen sprechenden Momente nicht .übersehen werden. ׳Es'werden darin vielfach eingehende Erörterungen gleichsam in der Weise eines Supercommentars über die Erklärungen Raschi's gegeben; in fast gleicher Weise wird über die Worte der Toßafot verhandelt, und nur an verhältnißmäßig wenigen Stellen knüpft er direct an die Worte des. Talmuds an. Zuweilen wird zuerst ein Citat aus Raschi mit beigefügtem ,ל״ה לשון הקונטרס ----)) angeführt, dann folgt ein, Citat aus Toßafot mit dem Schluffe 'ע״ב לשון התום, ohne daß der Verf. irgend , etwas Selbstständiges gibt, ein Verfahren, das den Rischonim, so weit - mir bekannt, fremd ist. Ich glaube daher dasjenige, was den genannten Autoritäten als ausgemacht gilt, daß nämlich der Verf. unserer Novellen jedensalls ein Rischon war, noch in Zweifel ziehen zu müssen. Wahrscheinlich lebte der Verf. in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, einer Zeit, welche als eine Uebergangsperiode betrachtet werden kann, in deren, literarischen Erzeugnissen die Eigcnthümlichkei- ' Stande ist, meine im Hakarmel gebrachten Beweise zu erschüttern.׳ Nach meiner Ansicht löst sich also der von Asulai angeregte Widerspruch von selbst, — ein Beweis mehr, daß man auch die Angaben Asulai's einer Prüfung unterziehen muß. * 3