Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 5 (1878)
- Issue
- 1 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 2× ep/1002670
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Einige mittelalterliche 2Setfe. 31 Vorwort zu ״Schitta Mekubbezet, Nedarim" und das oben citirte ״׳Ni 4■ .(מאמר על) Wer in den Toßafot n׳״n bewandert ist, wird wohl bemerkt haben, daß, so wie dort Raschi stets הטורה genannt wird, ebenso für Alfaßi immer die Bezeichnung רמו יצחק טפאס וצוק״ל •*) gebraucht wird, während in unfern Novellen (S. 41) רב אלפס ז״ל vorkommt. Es kann also mit Entschiedenheit behauptet werden, daß R. Jesaja di Trani nicht der Verfasser dieser Novellen ist. Die Abbreviatur ,ל״ר ist daher לשון הקונטרס zu. lesen. Beweis dafür ist die Stelle S. 11: פ״ה כמדומה לי דא״רי בה ר׳ שטעון הילכך קא פריך מינה לד שטעון ע כל" ה. Dasselbe findet sich buchstäblich in Raschi zur betr. Stelle (nur ist dort הלכך statt כו׳ zu lesen). Sowie nun פ״ה in der Regel פירש הקונטרס heißt, so ist עכל״ה auch עד כאן לשון הקונטרס zu lesen. (Daß man aber' nicht etwa פ״ה in פירש הטורה auflösen darf, lehrt die Stelle S. 39: ובקונטרס׳ פי׳ חוטי צמר ופשתים וכד.) — Auffallend, ist es, daß Rabbinowitz, der das ל״ה für bin hinreichendes Kriterium hielt, den Verfasser der Novellen zu bestimmen, nicht darauf verfiel, letztere dem Verfasser der Toßafot zum Traktate Arachin zuznschreiben. In diesen Toßafot. kommt unzählige Male die Abbreviatur ל״ה vor Raschi-Citaten vor, aber eben so oft auch ausgeschrieben לשון הקונטרס. (Man vgl. z. B. nur das erste Blatt, wo. viermal die Abbreviatur und fünfmal deren Auflösung zu finden ist.) Diese Toßafot haben noch andere Eigenthümlichkeiten mit den Novelleü gemein. Wissen wir nun auch nicht, wer der Verfasser der Toßafot zu Arachin ist, so dürfte es dennoch als Gewinn betrachtet werden, wenn cdnstatirt würde, daß die Novellen von einem alten Autor aus der Toßafistenschule herrühren. Indessen sollte nur demjenigen, der mit Rabb.inowitz sich *) Wie derartige stereotype Ausdrücke manchmal auf die Spur des Verfassers führen, mag folgendes Beispiel zeigen: Von meinem hochverehrten Lehrer S״n הגאון מו״ה יאסקי שפירא hörte ich die Aeußerung, daß die sogenannten תירוש׳ כתובות להרשב״א nicht dem Naschba, sondern dem Ramban angehören, weil dort für Maimonides die bei Ramban'. übliche Bezeichnung הרב ד׳ «שה ר,ספרר׳ vorkommt, während Raschba ihn »הרבב״ nennt. Asulai im ״Schem Ha-Gedolim" behauptet dasselbe, aber ohne diesen triftigen Grund; vgl. auch meinen Aussatz in Frankels Monatsschrift 1860 S. 423 Anm. 5.