Mannheim
Compact Memory

Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 29

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
5 (1878)
Issue
1 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 29 (sequence 32)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2572068-2572073-2572074--0388-2572534
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

. Einige mittelalterliche Werke. Zg Leseart als in allen.Codices (בכל הספרים) befindlich bezeichnet, während nach Tamid (a. a. O.) R. Ascher dieselbe LA. nur in einigen Codices (ויש ספרים תרם) vorgefunden hat. 6) Endlich fällt schwer in die Wagschale, daß während, wie Asulai nachgewiesen, die Toß. des R. Ascher nur einen Auszug aus den Toß. des R. Simson aus Sens enthalten sollen, die unserigen an den meisten Stellen die Toß. des R. Juda Hachaßid excerpirt oder copirt haben. Die Annahme, daß die Toß. Beidk gleichlautend waren, ist mir unwahrscheinlich, trotzdem beide Schüler des Ri Ha-Saken waren. Aus diesen Gründen glaube ich, daß die vorliegenden Toßafot nicht dem R. Ascher angehören. Ich muß jedoch noch weiter gehen und sogar das. in Frage stellen, ob dieselben überhaupt von einem alten Autor herrühren. Denn bei aufmerksamen Durchlesen merkt man sofort, daß das ganze Werk nur äußerst wenig Selbstständiges enthält; ungefähr 15/!6 des Ganzen findet man theils in den Decisionen des R. Ascher (welche itebenbei bemerkt in auffallender Weise gar zu häufig wörtlich abgeschrieben sind) theils in den Toß. des R. Juda Hachaßid, weniges auch in andern Werken, wie im R. Jona u. s. w. Dennoch, hat das Werk insofern einen nicht zu unterschätzenden Werth, als dessen Inhalt (außer dem Bruchtheil des Neuen) noch vielfach dazu beitragen kann, den Text der Toß. des R. Juda Hachaßid und der Decisionen des R. Ascher an nicht wenigen Stellen zu berichtigen. Bei dieser Gelegenheit sei zugleich bemerkt, daß die zu Pisa 1806 (in מעשה רקם) gedruckte» sogenannten Toßafot des R. Ascher zu Kidduschin mit apodictischer Gewißheit für unecht erklärt werden.müssen. Der Verfasser sagt nämlich selbst zu Kidduschin 27 a: כך תי׳ טורי הרשב״א und zu 77 a: והרב טורי ורבי הרב פרץ שיחי׳ אומר. Er war demnach ein Schüler des Raschba und des R. Perez, welche beide Zeitgenossen des R. Ascher waren. Es bedarf also keiner weitern Beweisführung, daß R. Ascher nicht der Berfasser dieser Toßafot sein kann. Die fernere Behauptung Rabbinowitz', resp. seines Gewährs- ״ mannes, das Schitta Mekubezet gehöre einem der Tossafisten an, muß entschiede.!! als. unrichtig bezeichnet werden, da in demselben

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.