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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 183

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
4 (1877)
Issue
1 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 183 (sequence 185)
Language
German
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Jehuba Sir Leon. 183 hat. Von Interesse ist seine Bemerkung über Elasar b. Kalir. Er bezweifelt die Richtigkeit der Ansicht von R. Tam, daß der genannte Peitan mit dem Tanai Elieser b. Simon identisch fei,123) denn in einem seiner Piutim befindet er sich im offenen Widerspruche mit dem erwähnten Tanai.121) Das Buch der Frommen (ספר הוזםידים), das Jehuda Sir Leon zugeschrieben wird,123) muß ihm ganz entschieden abgesprochen werden. Dieses Buch in seiner gegenwärtigen Gestalt, wie es uns in den von den Handschriften123) wesentlich abweichenden Editionen vorliegt, ist sammt dem beigefügten sogenannten ״Testamente des R. Jehuda Hachassid" eine spätere Compilation, der das alte Sefer Hakabod (ספר הכבוד) zu Grunde liegt,121) denn was aus dem letztern da und dort angeführt wird, findet sich theils im ״Buche der Frommen", theils im genannten Testamente.123) Der Verfasser dies Sefer Hakabod aber ist kein anderer alH Jehuda b. Samuel der Fromme aus Speier oder Regensburg. Das geht daraus hervor, daß R. Jerucham,123) der zwischen Jehuda aus Paris und Jehuda dem Frommen genau unterscheidet, Letztern als den Verfasser des S efer Hakabod bezeichnet. Was Isaak b. Moses Or Sarua, der seinen Pariser Lehrer immer nur als Jehuda b. Isaak oder Sir Leon, niemals aber als Hachassid, seinen Speierer oder Regensburger Lehrer dagegen immer nur als Jehuda Hachassid bezeichnet, von Letzterem mittheilt, stimmt inhaltlich mit dem überein, was wir im ״Bliche der Frommen" lesen.133) Mancherlei Reminiscenzen an das Letztere kommen in den Schriften des R. Elasar aus Worms, eines Jüngers Jehuda's aus Speier vor,131) was ebenfalls für die Autorschaft desselben spricht. Das Vorkominen französischer Worte im ״Buche der Frommen" neben deutschen beweist durchaus nicht dessen französischen Ursprung.132) Jene Worte hatte es in Frankreich später ausgenommen, wo es stark verbreitet war.133) Zu beachten ist ferner doch der Umstand, daß Jehuda b. Samuel aus Speier, der Lehrer von Elasar aus Worms, der Begründer der Kabbala in Deutschland, thatsächlich als. Mnstiker bekannt ist, daher wohl der Verfasser einer Schrift sein kann, in der sich eine düstere Stimmung, eine durch und durch

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