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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 182

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
4 (1877)
Issue
1 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 182 (sequence 184)
Language
German
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182 Groß haben sich nur einige Fragmente erhalten und zwar von der Corrcspondenz mit seinem Lehrer Isaak b. Samuel;"2) eine Antwort an seinen Schüler Isaak b. Moses Or Sarua;"°) eine andere von Joseph b. Isaak/") dessen Persönlichkeit sich nicht bestimmen läßt, und mehrere Responsen, deren Adressaten nicht angegeben sind?'2) Den Responsen schließen sich viele Decistonen oder rituelle Entscheidungen'") an׳ hw zum Theile wohl, aus jenen Responsen gezogen oder auch seinen Tossafot entlehnt sind, in denen die aus der Discussion sich ergebenden Resultate in ihrer Anwendung auf die religiöse Praxis ganz kurz angegeben sind?") Man beschränkte sich im Pariser Lehrhause durchaus nicht auf das Studium des Talmuds, sondern pflegte auch die Bibelexegese. Die Schüler Jehuda Sir Leons, wie Jechiel b. Joseph, Samuel aus Falaise, Moses b. Jacob aus Coucy und Isaak b. Moses aus Wien werden als Exegeten genannt?") Auch Jehud a Sir Leon, der jedenfalls diesen Wissenszweig gefördert hat, der seit Raschi in den nordfranzösischen Schulen geblüht hat, wird als Bibelcommentator cmgefütjrt110) und es ist wahrscheinlich, daß er einen Commentar zum Pentateuch verfaßt hat. Er folgte, wie schon aus seinen in der Tossafot'") hin und wieder gegebeneu exegetischen Bemerkungen hervorgeht, der nüchternen Auffassungsweise des R. Samuel b. Meir. Citirt werden seine Bemerküngen, die er an den Rand seines Bibelexemplars geschrieben hat?") Hingegen ist der in den ״Tossafot zum Pentateuch" und Minchat Jehuda so oft genannte Iehuda der Fromme,"2) dessen Exegese ganz auf Abbreviaturen und Gimmatriot beruht, nicht Jehuda Sir Leon, sondern Jehuda b. Samuel aus Speier. Jehuda Sir Leon gilt auch als liturgischer Dichter. Er soll einige aramäische Dekalogs-Jllustrationen'22) und manche andere liturgische (Sompofitionen121) verfaßt haben, doch läßt sich, da in den ersteren ״bloß der Fromme," in den letzteren bloß Jehuda b. Isaak als Verfasser angegeben wird, seine Autorschaft nicht genau bestimmen. Sein lebhaftes Interesse für Piut bekundet er durch seine Glossen, die er da und dort zu demselben geschrieben

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