Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 4 (1877)
- Issue
- 1 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 130 (sequence 132)
- Language
- German
- Belongs to
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130 Hoffmann bei Alle» in gleicher Weise verrichtet wird und das oben nur dereinzelt bei der einen oder der andern Mincha vorgeschrieben ist. Aus unserer Stelle lernen wir, daß bei jeder Mincha folgende Opferhandlungen vorzunehmen sind: 1) der Priester bringe sie dar vor den Ewigen (das ist die Westseite) an die Vorderseite (die Südseite) des Altars (6, 7). Es ist damit die Darbringung an die südwestliche Ecke des Altars vorgeschrieben (vgl. Sifra zur Stelle), was bereits oben C. 2, V. 8, aber nur bei der vierten Mincha und nicht so bestimmt, wie in 6, 7 angeordnet ist. 2) D er Priester nimmt dann eine Handvoll vom Mehl und Oel und den ganzen Weihrauch und räuchert dies auf dem Altar, eine Handlung, die bereits 2, 2 und 9 vorgeschrieben und die, wie auch 2, 9 mit deutlichen Worten sagt, unsere Stelle (V. 8) mit Recht als Geschäft des Priesters bezeichnet. Merx, der (l. c. S. 52) aus 2, 2 entnehmen will, daß die Askara vom Darbringer erhoben wird, hat nicht nur 2, 9, sondern auch den Umstand übersehen, daß die Mincha bereits vor Erhebung der Askara vom Priester vor den Ewigen zum Altar dargebracht worden, wo dem Nichtpriester der Zutritt nicht gestattet ist. 3) Den Rest sollen die Priester verzehren, und zwar ungesäuert, weil dies ein A nt heil ist von den Feuerungen, und so wie Gesäuertes nicht auf den Altar als Feueropfer kommen darf (2, 11), ebenso darf auch der Rest nicht gesäuert gegessen werden. Wie bereits oben S. 71 dargethan wurde, unterscheidet sich der Antheil des Priesters am Mincha von dem Antheile am Sündopfer dadurch, daß ersterer ein Feueropfer des Ewigen ist, daß Er den Priestern als Theil zugewiesen, das aber in den Fällen, wo es der Natur der Sache nach von den Priestern nicht verzehrt werden darf, auf dem Altar angezündet wird (vgl. 6,14; 13), der Antheil am Sünd- und Schuldopfer dagegen zwar 17 ,10;6 ,7;22 ,6) קדש קדשים) aber nicht wie das Speiseopfer Allerheiligstes von den Feuerungen des Ewigen (10;3 ,2 קדש קדשים מאשי ד.׳ vgl. 6, 10 f. und besonders 10, 13) genannt wird, da er ursprünglich den Priestern gehört, die durch den Genuß desselben die Sünde der Gemeinde tragen (10, 17), weßhalb auch in den Fällen, wo die Priester denselben nicht verzehren können, ein Verbrennen außerhalb des Lagers