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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 128

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
4 (1877)
Issue
1 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 128 (sequence 130)
Language
German
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128 Hoffmann Analogie finden; denn auch der Leuchter wurde nach Num. 4, 9 während der Wüstenzüge verhüllt und das ewige Licht konnte nicht unterhalten werden. Es muß also angenommen werden, derartige Vorschriften waren nur für die Zeit gegeben, wo das Stiftszelt aufgerichtet stand, und nicht für die Zeit der Wanderung. Indem nun bei der Vorschrift, das ewige Feuer anzuzünden, das Verb הוקד gebraucht wird, konnte gleich am Beginne unseres Abschnittes das für das Brandopfer bestimmte Altarfeuer מוקד genannt werden. Das Wort מוקדה in V. 2 nimmt also im Voraus Bezug auf das folgende ותוקד, sowie der Ausdruck;מקום הדש in C. 1, V. 16 auf C. 6, V. 3, und שפך הדשן in C. 4, V. 12 auf C. 6, V. 4 sich bezieht (vgl. weiter unten). Der vorliegende Text mit der LA. על מוקדה bietet also gar keine Schwierigkeit, und mögen auch manche Versionen anders gelesen haben (was übrigens noch zu bezweifeln ist), so leisten die Uebersetzungen der 70 und des jerusalemischen Targum, die Citate der Mischna (Sebachim 9, 1) und der wahrscheinlich von hier entlehnte Ausdruck in Jes. 33,14 genügende Bürgschaft für die Richtigkeit unseres Textes. Zugleich haben wir gesehen, daß die Worte ואש bis בו in V. 2 und V. 5 nur ״ungeschickt" ausgelegt werden, indem man das Wortchen בו (das eine Zeitbestimmung ist) auf מובה bezieht, ohne zu bedenken, daß es in diesem Falle עליו heißen müßte. Eine zweite neue Vorschrift, die hier als Ergänzung zum Brandopfergesetze gegeben wird, ist die über das Abheben der Fettasche (הדומה הדשן). Um der irrthümlichen Ansicht vorzubeugen, als sei diese Aschenhebe nur eine Reinigung des Altars, um für die Opfer des folgenden Tages freien Raum zu schaffen, wird V. 3 geboten, daß der Priester zu dieser Handlung seine Amtskleider anziehen muß, während gleich darauf V. 4 das Hinaustragen der Asche in geringer« Kleidern angeordnet wird. Letzteres geschah blos zur Reinigung des Altars und war nicht Pflicht für jeden Tag, während die Hebe der Asche eine Diensthandlung (עבודה) war und täglich verrichtet werden mußte. Schon der Ausdruck והדים (V. 3), der sonst nur von einer Hebe gebraucht wird, die man Gott oder dem Priester darbringt, lehrt, daß die Aschen hebe als heilige zum Opferdienste gehörige Handlung zu

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