Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 4 (1877)
- Issue
- 1 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 68 (sequence 70)
- Language
- German
- Belongs to
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68 Hoffmann müsse sich auf das ältere Priesterantheilgesetz beziehen, wonach das Fleisch dem darbringenden Priester allein gehört. Nach dem jüngeren Gesetze hätten statt der Familien die andern Priester das Fleisch essen sollen. Welche Priester hätten denn damals noch zur Mahlzeit herbeigezogen werden sollen, außer Ahron, Eleasar, Ztamar und deren Familien? Ist denn ferner nicht aus dieser Stelle klar, daß nach dem Gesetze die hochheilige Mincha nur von Männern, dagegen das minder heilige Friedensopfer von der ganzen Familie gegessen werden darf, was ja auch Num. 18, 9—13 ausdrücklich gelehrt wird? Warum wird endlich Cap. 7, V. 31 wegen der Bestimmung, der Opfertheil soll gehören לאהרן ולבניו, als Bestandtheil des jüngern Gesetzes angesehen, während Cap. 10, V. 14 sich aus das ältere Gesetz beziehen solle, obschon es im gleich darauffolgenden V. 15 ebenfalls heißt: והיה לך ולבניך ארך?!! Außer allem bisher Gesagten sollte es ja Niemand in den Sinn kominen, die Bestiinmung (Cap. 6, V. 22; 7, 6), daß jeder männliche Priester Sünd- und Schuldopfer essen kann, für ein Priesterantheilgesetz zu halten, das, von dem Gesetze 7, 7—10 divergirend, nicht den fungirendcn Priestern allein, sondern sämmtlichen männlichen Priestern jedes Opfer zutheilt. Wäre ein solches Opfergesetz wirklich einmal gegeben oder wenigstens angestrebt worden, so hätte es doch conseguent bei allen Opfern durchgeführt werden sollen. Warum aber findet sich beim Ganzopfer kein solches Gesetz? Da wird nur Cap. 7, V. 8 angeordnet, die Haut des Ganzopfers solle dem Priester gehören, der das Ganzopfer darbringt; kein jüngeres Gesetz ist aber vorhanden, das verordnete, die Häute gleichmäßig an alle Priester zu vertheilen. Man wird sagen, beim Ganzopfer war das ältere Gesetz nicht unpraktisch, da die Haut aufbewahrt werden konnte, und der jüngere Gesetzgeber fand sich nicht veranlaßt, das ältere Gesetz abzuändern. Aber warum wird in der 6—1 ,6) תורת העלה) ganz und gar vom Priesterantheil geschwiegen? Wird doch auch bei der Mincha das angeblich ältere Gesetz (7, 10) nicht abgeändert, und dennoch wird in der תורת המנחה geboten, jeder männliche Ahronide solle das Speiseopfer essen. Dieser Umstand sagt nun deutlicher als jeder Commentar,