Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 4 (1877)
- Issue
- 1 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 9)
- Language
- German
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Opfergesetz!;. Zweifel wählend der Zeit des zweiten Tempels' mit ״eilt wenig gebacken" erklärt worden. Noch muß bemerkt werden, daß nach Jnsephus (I. o.) die eine Hülste der Hohepriester- Mincha des Morgens und die andere des Abends ins Feuer geworfen wird; daß das Opfer in Stucke zerbrockt wird, weiß Josephus nicht. Ebenso meint auch R. Simon (Menachoth 75b), daß nur diejenigen gebackenen Speiseopfer/ von denen blos eine handvoll auf den Altar kam, in Stücke zerbrockt werden mußten, nicht aber die Priester-Speiseopfer, welche ganz ins Feiler käme». Hiernach muß angenommen werden, daß מנחת פסים in V. 14 die Bezeichnung des C. 2, V. 5—6 vorkommenden Speiseopfers auf der Pfanne ist. Dort wird nämlich geboten פתות אתה פודם, und das Pfannen-Speiseopfer führt daher den Namen מנהת פתים. Das oben C. 2 genannte Speiseopfer unterschied sich aber von der Hohepriester-Mincha dadurch, daß es hartgebacken war (Menachoth 63 a). Nach R. Simon wäre also תפיני מנחת פתים so viel wie תפיני מנחת מהבת ein weichgebackenes Pfannenfpeiseopfer. (S. auch משנה למלך zu Maimonides 4 ,13 מעשה קרבנות.) Jedenfalls ist die Bedeutung von תפיני nach Josephus und der jüdischen Tradition ״wenig gebacken" (so auch Maimon. 1. c.). Hiernach wird man nicht wenig erstaunen, daß Merx (1. c. S. 58 ff.) diese gewichtigen Stimmen gar nicht anhört, und voreilig nach dem Syrer הפיני tu וק<£חנה emendirt. So viel ist gewiß, daß alle anderen Versionen תפיני gelesen haben; ob sie das Wort verstanden haben oder nicht, kommt dabei gar nicht in Betracht. Gesetzt nun, der Syrer hätte תפתנה in seinem Texte gehabt, so muß doch nach allen kritischen Grundsätzen die schwerere Leseart תפיני der anderen leichtern vorgezogen werden, um so mehr, als sich die Entstehung des leichtern תפתנה aus einer falschen Conjectur nach C. 2, B. 6 erklären läßt. Es läßt sich aber nicht einmal mit völliger Sicherheit behaupten, daß dem Syrer wirklich ein solcher Text vorgegelegen und nicht vielmehr das st,uxrd der LXX zu seiner falschen Uebersetzung Anlaß gegeben hat. Außerdem ist, wenn Ulan תפתנה liest, das תקריב ריח ניהח unverständlich. Es fehlt