Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 3 (1876)
- Issue
- 1 (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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Mosconi. 43 Wie den eigenen Mittheilungen Mosconis zu entnehmen ist, S. 06, Z. 30, stammt erausOcrida (אבחיחח; Menachem פאבחיחח ^) am Schluffe einer Handschrift v. I. 1439 erwähnt, bei Steinschneider in der Zeitschrift der deutschmorgenl. Gesellschaft, Band XXV S. 405), im Bulgaren- Reiche, aus der Herrschaft Servia (שרויאה). Er entwand sich der tyrannischen Botmäßigkeit der Griechen, indem er auswanderte. Auf seinen Wanderungen, die sich vorzüglich auf die Inseln des griechischen Archipelagus erstreckten, suchte er mit vielem Eifer im Umgänge mit den Gelehrten jener Gegenden, seine Kenntnisse zu vermehren, besonders aber Aufschluß über die vielen dunkeln Partien in ibn Esra's Schriften zu gewinnen. Auf der Insel Egripon») (אגריפון oder Negroponte) hatte er das Glück, zu den Füßen des großen Lehrers Schemarj a zu sitzen und aus dem Munde dieses Gelehrten, für den er bei jedesmaliger Erwähnung die größten Lobeserhebungen bereit hält, seinen Wissensdurst zu stillen. Wie Mosconi im Abschnitte בא seine Zeit genau angibt, nämlich bei den chronologischen Bemerkungen für ibn Esras Erklärung zu Exodus 12, 1, hat er jene Worte am 2. Schewat des Weltjahres 5122 (also 1363), er stand damals im 35. Lebensjahre, niedergeschrieben. Wir können daher mit völliger Gewißheit annehmen 2 3 4), daß dieser Lehrer des Mosconi kein anderer ist als der ungefähr um dieselbe Zeit blühende Schemarja b. Elia, genannt Jkriti, aus Negroponte (ein um 1330 lebender theologischer Autor, wie Zunz, Literaturgesch. S. S67 schreibt), den wir in gelehrter Verbindung 2) Auch יוחנן מאכרידא wird in einer Handschrift genannt, wie Steinschneider in Kodaks Jejchurun VII. S. 86 mittheilt. ES ist der bei Zunz, Literaturgeschichte S. 377 erwähnte Jochanan b. Rüben, Tommentator der Scheeltot. 3) Egripon als Bezeichnung für Negroponte, s. Delitzsch, Ez Lhaim S. 238. 4) Auch Halberstamm in der Einleitung zum Sefer ha Jbbur S. S uinimt dies an.