Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 3 (1876)
- Issue
- 1 (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 5)
- Language
- German
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2 Hoffman» sehen, so finden wir in den geschichtlichen Büchern der Bibel, (der Pentateuch kommt hier natürlich nicht in Betracht) von allen Festen שבדעות und ראש השנה gar nicht, פסח nur zweimal bei Josua und Josia und סכות nur einmal bei Salomo erwähnt, und hätte die Einweihung des salomonischen Tempels zufällig zu einer andern Zeit als im siebenten Monat stattgesunden, so wäre auch vom Httttenfeste in den vorexilischen Schriften der Bibel keine Spur zu finden; (wenn man nicht mit vielen Kritikern Sach. 14, 16 kl. in die vorexilische Zeit zu setzen sich entschlöße.) Es haben daher auch Kritiker wie Knobel, Ewald, Bleek, Stähelin, de Wette, Schräder u. v. A. aus der Nichterwähnung des Versöhnungstages in den außerpentateuchischen biblischen Schriften gar keine das Alter dieses Festes in Frage stellenden Consequenzen zu ziehen sich erlaubt. Nur waghalsige Kritiker, die vor keinem Resultate zurückschrecken, wie v. Bohlen, George und Watke, mochten an der Hypothese, der Pentateuch sei erst im Exils oder später abgeschlossen worden. Gefallen finden, und machten unter Anderem auch geltend, daß das sonst nicht erwähnte Gesetz über den Versöhnungstag kein vorexilisches sein könne. Diese Ansicht jedoch, nach welcher das Deuteronomium älter als die meisten andern pentateuchischen Gesetze und das Gros der pentateuchischen Gesetzgebung nachexilisch sein sollte, fand fast gar keinen Anklang', und wenn auch in neuester Zeit Zunz in der Zeitschrift der deutsch - morgenländischen Gesellschüft 1673, S. 669 ff «nb in seinen ״gesammelten Schriften" Berlin 1875 sich ebenfalls auf den George-Watke'schen Stand- Punkt gestellt, Graf in seinem Werke, ״die geschichtlichen Bücher des A. T." Leipzig 1866 mit wesentlichen Modificationen diese Hypothese angenommen und auch Kleinert in seiner Schrift ״das Deuteronomium und der Deuteronomiker" und Andere sich wenigstens in dem Principe, daß viele Gesetze des Pentateuchs nachdeuteronomische Bildungen seien, mit Graf einverstanden erklärt haben, so hat dennoch dieser Standpunkt der Pentateuch-Kritik keine Aussicht, je zur Herrschaft zu gelangen. Es ist von der gesunden wissenschaftlichen Forschung