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Central-Verein-Zeitung · 1932-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1932) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1932
Issue
Heft 1-3 (Januar 1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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/!3 für die deutsche Heimat Gefallenen hatten. Die ländliche Bevölkerung hat verhältnismäßig mehr Gefallene gehabt als die städtische. Wenn man die Verhältnisse der verschiedenen Städte und Gebiete ansieht, so findet mary das; die Inder; dort immer ungefähr der; glei.chen Prozentsatz an Gefallenen anfweisen wie die Gesamtbevölkcrnng. Zur Illustrierung fei nnr ein Beispiel ans vielen gebracht. Die Stad-t München mit nngesähr 650 000 Einwohnern im Jahre 1914 hat einen Kriegsverlust von ungefähr 13 000 Gefallener; gehabt. Das ist ungefähr das gleiche Verhältnis wie die 12 000 Gefallener; der 555 000 deutschen Inder;, die ja auch fast ganz zur großstädtischen Bevölkerung rechne,;. Es sei hier übrigens bemerkt, daß in Müncher; vor;- nicht gang 9000 Juden 181 Inder; in; Kriege geblieben sind; dieser Verlust entspricht den; Anteil der Gefallenen an der Münchener Gesmntbevölkerung, nämlich rund zwei Prozent. Diese vorstehenden Zahler; zeigen, daß die deutschen Inder; ihre Pflicht im Kriege genau so getan haben wie ihre nichtjüdischer; Mitbürger. Aber auch die einzelnen Leistungen der Juden im Kriege stehen nicht hinter der; ihrer Mitbürger zurück. Das geht zun; Beispiel ans dem Buch über die jüdischen Flieger in; Weltkrieg von Dr. Felix Theilhaber hervor, das der N. j. F. herausgegeben hat. Der; Anlaß dazu gab der Ausspruch eines antisemitischen Abgeordneten, der 1918 im Reichstag unter dem Beifall seiner Gesinnungsgenossen fragte: „Haber; Sie schor; einmal einer; jüdischer; Flieger gesehen?" Diese Frage konnte durch eine genaue Liste mit Lebensbeschreibung vor; 125 jüdischen Fliegern beantwortet werden, die später noch um weitere 25 ergänzt würde. Es handelt sich hier natürlich nur u;n Flieger, die über den; Feinde geflogen oder gefallen sind. Es wäre sehr lohnend, auch solche Spezialaufstellungen für die Teilnahme von Jude;; an den verschiedenen Waffen zu geben. Hier wäre zum Beispiel die ausgezeichnete Haltung der Juden als Sanitätsoffiziere zu erwähnen. Es mutz auch darauf hingewiesen wer¬ Hans Alexander Kriegsteilnehmer von 1914 bis 1918, wurde 1916 mit JL K I, E K II und Goldenem Mi itftrvcrdicnstkrcuz ausgezeichnet den, daß während des Krieges 2000 Inder; an der Front zu Offizieren befördert wurden, wobei die Sanitätsoffiziere n i ch t eingerechnet sind. Was der; Dienst unter ur;d über Wasser anbelangt, so hat die Zeitschrist des R. j. F. „Der Schild" darüber schon manche Einzelheiten gebracht. Hier sei nur als eines der vieler; Zeugnisse folgender Brief angeführt: M all a, den 1. März 1915, An die Angehörigen des Matronen Levi, in Lauenau a. d, D, In dem Gefecht bei der Kokosinsel, n>o die Tätigkeit der „Emden* ihr Ende fand, starb auch den Heldentod fürs Vaterland der Matrose Levi. .Ich bin vom Kommandanten des Schiffes, Herrn Fregattenkapitän von Müller, beauftragt, Ihnen zu dem schweren Verluste, der Sie an diesem Tage betroffen hat, sein herzlichstes und wärmstes Beileid auszusprechen. Auch im Namen der übrigen Offiziere, Deckoffiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der „Emden* und ebenfalls für mich persönlich versichere ich Sie unserer aufrichtigsten Teilnahme. Wir alle bedauern mit Ihnen den so frühzeitigen Tod des Heimgegangenen, dessen junges Leben zu den schönsten Hoffnungen berechtigte, und der durch seinen grossen Diensteifer und sein kameradschaftliches Wesen bei Vorgesetzten und Kameraden gleich beliebt war. Im Endgefecht der „Emden“ hat er auf seiner Gefechtsstation als Geschützmatrose sein Bestes getan und tapfer ausgehalten, bis ihm eine englische Granate einen kurzen und schmerzlosen Tod bereitete. Im Herzen der Ueberlebenden von S. M. S. „Emden” wird das Andenken an den tapferen und beliebten Kameraden allezeit unvergessen bleiben. (gez,) Prinz von Hohenzollern, Leutnant zur See. Auch auf den; afrikanischen Kriegsschauplatz haben die deutschen Juden ihren Mann gestanden. Ir; der kleinen Schar unter Let ° t 0 w - V o r b e ck Ornaten auch jüdische Soldai " v IK' >? . '> v Hans Friedländcr (Breslau) FHcgcr-OberIcutnant,flog 1915 bis 1917 als Artillerie« beobacht er an der Westfront; starb 1917 an den Folgen einer 1918 erhaltenen schweren Verletzung 1918 ten, zufällig in einer Zahl, die auch nngesähr ihren; Anteil an der deutschen Bevölkerung entspricht. Wir besitze;; eine namentliche Liste; es warer; 16 jüdische Kämpfer; 6 vor; ihnen fielen ur;d 6 wurden verwundet. Alls der; vieler; D o k rl n; e n t e r;, die sich irr; Archiv der R. j. F. befinden und die die. heldenhafte Haltung jüdischer Kriegsteilnehrner beweisen, seien nur wenige hier gestreift: Jin „Bayerischen Landsturrr;, Mitteilungsblatt der Arbeitsgemeinschaft aller Bayerischer; Landstnrnwereirngnnger;" Nr. 5 von; Mai 1931 findet sich eine Schilderung der Kämpfe des bayerischen Landstnrrn-Jnsanterie-Negiu;ents Nr. 1 an der Jaßsoldabrücke im Februar 1916. Die Schilderung ist dein Prachtlverk „Das Bayerrrbnch 1914—18 von; Weltkriege" entnornrner; und fhumnt aus der Feder des damaligen Kommandeurs des Regiments, G e n e r a l m a j o r s D e n d l e r. An; Schluß des Aussatzes heißt es wörtlich: „Die Abwehr des Angriffs ist hauptsächlich der Umsicht und Tapferkeit des wachhabenden Unteroffiziers Uffenheimer der 4.1 III. zu verdanken” Ter genannte Unteroffizier Uffenheimer ist das Mitglied der R. j. F. Julius Usfenheiiner, Fürth, der in den Jahren 1915/16 an; Feldzug gegen Rußland, 1917/18 gegen Frankreich teilgenommen hat und der an; 15. August 1917 zun; Leutnant der Reserve befördert wurde. Ten; in; Verlag Bernhard & Graefe, Eharlottenbnrg, erschienenen Werk „Das Füsilier - R e g i n; e n t von S t e i n m e tz (Westpreußisches Nr. 37) in; Weltkrieg 1914—18" entnehrnen wir auf Seite 319 bei Schilderung der Kämpfe des Regiments in der zweiten Marne- Schlacht 1918 folgendes Zitat: „Tapfer und furchtlos hat der Bataillonsarzt HBt., Dr. Petuchowsbi, im Brennpunkt der Kämpfe die zahlreichen Verwundeten verbunden” Der rühmend erwähnte Arzt Dr. Petuchowskr ist Mitglied der Bezirksgruppe CharlotLenbnrg der R. j. F. .Mit diesen Leistungen war die Kriegsleistung der deutschen Juden nicht erschöpft. Sie!;■> Dr. M. Biberste n Oberstabsarzt der R.A.D., Inhaber des Hohenzollern" sehen Hnusordens, des EKI und des Verwundetenabzeichens ln Silber

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