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Central-Verein-Zeitung · 1931-04-01 · Heft 4 (April 1931) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1931
Issue
Heft 4 (April 1931)
Date
1931-04-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Rettet die deutsche Seele! / ZA“'»«0“, Die „MoriatSl'löttcr VcS Deutschen SchriststeNer-Verbandes" veröffentlichen in ilircr Nr. 7 vom April 1931 nachstetienven Anfrnf zum Kampf gegen die sogenannte Gottloscnpropaganda, den wir mit Erlaubnis des Verfassers, unseres Mitgliedes Leo Lcuucr (Breslau), nachfiehcrid wiedergeveit. „An Euch alle, Ihr deutschen Dichter und Dichterinnen, ohne Unterschied des Glaubens und der Konfession, welcher Weltanschauung Ihr auch sein möget, ergeht heute mciit Aufruf: wer von Euch an einen Weltenschvpser, eine Menschenseele, die unsterblich ist, glaubt, höre aus meine Worte! Von der allerschwersten Gefahr, die ihr jemals nahte und nahen konnte, ist dre deutfche Seele, ist das deutsche Volkstum bedroht, — bedroht in absichtlich kämpferischer Weise! Wie jedes wahrhaft edle Volkstum war das deutsche lange vor der christlichen Bekehrung schon von tiefster, innigster Neligiosität erfüllt; und wenn es in der Edda heißt: „In der Diese aber waltete Allvaters Geist!" - dann ist uns das, über jeden personifizierten Götterglauben weit hinauSgehendc Ewigkeitsgesühl unb Ewigteitserkenncn der Germanen'klar! Unb bmut kam das Christentum, später kehrten mit ihren jüdischen Frauen die germanischen Kämpfer Noms aus Palästina zurück, denen vielfach ihrer Frauen Brüder und Schwestern svlgten, alsdann kamen die durch Kämpfe und Gebietsveränderungcn begünstigten Vermengungen mit andern, meist slawischer:, bereits zum christlicher: Glauben bekehrten Stäuunen und Völkern; und es entstand das von tiefster Neligiosität erfüllte neue deutsche Volkstum, das unabhängig von jeder konfessionellen Zerklüftung die herrlichsten Blüten innigsten Gottesbekeuueus trieb, der ganzen Welt religiöse Impulse gab, die sich als richtunggebend allswirkten und weiter answirken sollen! Tie deutschen Dichter der Vergangenheit und die meisten der Gegenwart haben ohne Unterschied' ihrer Konfession im Sinne solchen deutschen Volkstuuls gewirkt; ob Ihr an die Zeit der Minnesänger denkt, wo der Süstkiud von Drimberg iit der großen Schar der Christlichen seine Lallte itnb sein Wort ertönen ließ, ob Ihr an Eicheudorffs, voll Mendelssohn vertontes „O Täler lveit, o Höhen" dellkt, selbst bei diesen findet Ihr rillen deutschell religiösen Sinn, ein Gefühl, das für das Deutschtum bezeichnend ist! Und lvenn die neueste Zeit eines öden unb verblendeten Materialismus auch vorübergehend vvlksgesühlssremde Gedanken allssteigen lind auch in Verseil erklingen ließ — die genall so auf die Ideen eines jüdischen Marx, wie eines christlichell „Zehrrgebote-Hossrnanns" unb Häckels zurückzllführen sind, eine unentwegte Schar int .tiessten Innern religiös empfindender Dichter, — weilll sie auch vielfach in die' engen Zirkel konfessioneller Kreise gedrängt wurden —, blieb dem glltell Alten treu, wie sie auch dell Lebensbedingungen unb den Lebensformen der Neuzeit im bestell deutschen Sinne Rechnung trugeil'. Und auch die Masse des Volkes blieb trotz allen Tobens der voul Auskläricht vergifteten Kreise im stillen Winkel ihrer Herzm der Religion treu; unb manchmal brach es plötzlich einpor, wie damals, als sich die gesamten Frauen der sozialdemokratischen Vereine einer großen Stadt für die Beibehaltung des Religionsunterrichts in den Schulen aussprachen. So ist das ganze deutsche Volk in seiner überwiegenden Majorität religiös geblieben itnb hat damit seine wertvollste, seine m eine glücklichere Zukunft weisende Wesenseigeuschaft behalten. Und an diesem deutschen Wesen wird noch einmal Europa sich erneuen! Daß dies deutsche Wesen die gewichtigste Geistesmacht ist, die ihm entgegensteht, das hat der Kirchen und Tempel jeder Religion zerstörende russische V o l s ch e w i s m u s erkannt, daß dies seiner Weltherrschaft, der Satansherrschast der Seelenlosigkeit entgegensteht. Und darum verlegen er und seine deutschen Sklaven die „Gottlosenpropaganda" nach Deutschland, bekämpfen in Wort und Schrift handgreiflich deutsche Neligiosität jeder theistischen Konfession ohne Unterschied, sowie ihre Priester, die sich vor die Scharen der Bedrängten stellen! Darum! Und darum ist es auch die heilige Pflicht jedes Deutschen, ohne Unterschied der Konfession, erst recht die hochheilige Pflicht aller Dichter, die ich hiermit aufrufe, für die Rettung der deutschen Seele zu kämpfen mit Wort und Schrift, mit Beispiel und Tat, ja auch mit der Tat persönlichen Mutes, wo es nottut! Ihr. werdet es wissen; ich habe einst geschrieben, daß nicht der Zeloten Gunst uns Dichtern und Künstlern Ansehen geben, unser Handeln bestimmen soll; ich bin ein freier Dichter, aber das Göttliche im Menschen, das Unvergängliche muß jeden: wahren Dichter heilig fein; und das, was der Mehrheit seines Volkes noch innuer ein köstliches seelengut ist, das muß als sein eigenes Heiligtum jedem deutschen Dichter heilig sein! Denn der Dichter gibt seinen: Volke nichts, was er nicht irgendwie von seinen: Volke oder durch sein Volk erhalten hat! Und Ihr, die Ihr noch nicht zur voller: klaren Erkenntnis erwacht seid, die Ihr noch über den „frommen Kinderglauben der großen Merrge" zu spotte:: wagt — obwohl Ihr in stiller: Stunde:: anders und besser denkt —, wißt, daß die bester: Geister der Zeit bereits der: öder: Materialisrrrrrs überwunden haben, daß ein mächtiges Sehnen nach einem höherer: geistigen Inhalt des Lebens durch die deutsche Menschheit geht, das irr Wahrheit die heiße Sehnsucht rrach dem früheren religiöser: Erleben unb Leber: ihrer vergangenen Zeit ist, die noch unklare, aber richtige Erkenntnis, besser gewesen zu sein! Stillet Eurem deutschen Volke diese Sehnsucht, gebt ihn: sein Glauberrsgut von neuern, indern Ihr es ihm erhalterr helft! Derrtsche Dichter, seid wahrhaft Deutsche, seid wahrhafte Dichter, die arrch in unserer Zeit noch Psalmisten des Heiligsten sind!" Ali-enschwin-U Sm Dampfbatz ist »ütcMie gu««n ®cH m»»«»«ns «ich ntf (citfil, «aeinem »ct ©cf erot&cifi*. junf edtlmuffcot! ffle Schi«»» an» Delrilgcr gtuct»en mtt »'» »f«»«c ausschwidcn Nur so weitermachen, er hält es immer noch aus Aufreizende Titelbilder von Januar- und Februar-Nummern des „Stürmer” die die skrupellosen Kampfmethoden dieses nationalsozialistischen Blattes veranschaulichen. Der Kampf des „Stürmer** richtet sich in der gleichen Form auch gegen den Katholizismus. Er wurde wegen eines in seiner Osternummer (Nr. 14) veröffentlichten, gegen den Katholizismus, das Zentrum und die Bayerische Volkspartei gerichteten Bildes auf Grund der „Verordnung des Reichspräsidenten zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen vom 28. März 193V* (Notverordnung) bis einschliesslich 13. Mai d.J. verboten.

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