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Central-Verein-Zeitung · 1929-04-01 · Heft 4 (April 1929) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1929
Issue
Heft 4 (April 1929)
Date
1929-04-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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29 Wetssf du das? „Verbrechen gegen Nithtjuden." Immer ivicdcr wird mit Hilfe gcfälschler und unverstandener Talinndzitate der Nachweis versuch!, das; dem Jude» durch seine Religion Verbrechen gegen Nichtjndcn nid)t nnr erlaubt, sondern sogar oft geboten seien. Gerade das Gegenteil dieser Behauptungen ist der Fall,' wie das jüdische Religionsgesetz eimvandsrci darlcgt. So heißt es: Man darf keinen Menschen tan scheu, auch nicht einen Heiden, tTrnktnt Chnlin, Bl, Ol,) Das Wohlwollen für die Mitmenschen erstreckt sich auch aus den Heiden, der vom Götzendienst nicht lassen will, (Xnlm. bab, Tr, Gittin 45a.) SJJ{ n ii e r n n h r e die A r m tu d e r Heiden g I e i ch den Armen Israels, besuche die Kraule» der Heiden gleich den Kranken Israels, begrabe die Toten der Heiden gleich den Toten Israels, weil dies die A r t d e r Friedfertigkeit ist, (Traktat Giktin, Bl. «',!.) E i n Gesetz für euch und den Fremdling, der nnler euch >veilt, (l, B, M„ 15, 16.) 3, B, M„ 19, 18: „Dn sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst," 'Eimvandsrci beiveist die Stelle ans den, 3, B, M„ 19, 18: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst", dast die jüdische Religion die Nächstenliebe anch ans Fremd« ansgedchnt wissen will. »Jüdische MUddienhändler.“ Die Existenz des Mädchenhandels wird von hervorragenden Juristen und Kriminalisten bestritten. In Tentschland sind nach dem Bericht des deutschen Nationnlkomikees zur Bekämpfung des Aindehcnhandcls, der im Juni 1927 veröffentlicht wurde, Fälle von Mädchenhandel in den letzten sieben Jahren nicht belnnntgcworden. Infolgedessen können sich in Deutschland auch keine Inden des Mädchenhandels schuldig gemacht haben. Eine Untersuchung des- Völkerbundes hat ergeben, das; Fälle von Mädchenhandel in Frankreich und i» osteuropäischen Landern vorgekvnunen sind. An diesen Fällen sind jüdische Kreise, soiveit sich das ttbcrhanpt feststclleir ließ, Prozentual nicht stärker beteiligt als die anderen Vevvlkcrnngsschichten, „Die jüdische Geheimlehre.“ Es ist unwahr, tvenn behauptet wird, es gäbe eine „jüdische Gehei nilchre". Der Professor der protestantischen Theologie in Berlin, 11. Dr. H e r m a n n Strack, einer der besten Kenner des jüdischen Schrifttums in Deutschland, sagt in seiner „Einleitung zuin Talmud" (Leipzig, I, C. Hinrichsschc Buchhandlung): „Ucberhaupt gibt es innerhalb des Jndentnnrs w e d e r e ine S ch r i s t n o ch eine in ü ndlichc Tradition, b t c Christcn n n zngängli ch wäre. Die Inden sind nicht bemüht, den Christen etivas zu verbergen, imb sie können auch nicht etwas vor ihnen verbergen. Für die Richtigkeit dieser Erklärung setze ich auch hier in eine E h r e als M a „ n » n d Gelehrter ein," Hierzu bemerkt der den t s ch n a t i a n a l e Professor Ulrich Kn r st cd t <„Eiserne Blätter", 1921, Nr, 89): „Es ist also sehr danlensivert, das; nur hier den nnlhenlischen Nachweis von snchmännischer Seite erhalten, das; es keine jüdische Schrift gibt, die nicht in, Pnchl,andel z» habe» Iväre .. . . das kleine Buch von Strack wird keinen echt Avlkischen, d, h, keinen, der sein Denlschkum liebt, beleidigen; nnr für die Elcrnente, die die völkische Welle nusnntzen wollen, »in mit Hilfe derer, die nicht alle iverden, sich imcfjtijj zn machen oder sich zu bereichern, ist cs eine ivohlverdiente Ohrfeige," Die hebräisch oder aramäisch geschriebenen jüdischen Schriften erscheinen dm Jndenseinden darum als „Geheimschristen", weil sie weder Hebräisch noch Aramäisch lesen, gcschivcigc denn verstehen können, wie z, B, Theodor Fritsch, der trotzdem über hebräische Dinge Bücher schreibt, Alan arbeitet dann mit Uebcrsetzungen, die nachweislich F ä l s ch „ » g c n darstellen. Es gibt deutsche U e b e r s e tz n n ge n von Mi sch na und Tal in n d, die anch dem des Hebräischen Unkniidigeu eine Kontrolle ermöglichen; z, B. a) Mischnanbersctznng von I. M, Jost (1832—34; 6 Teile), von Joh. Jac, Nabe (1700—17G3; 6 Teile), von Holtz in a n n (19,2 ss,), von Hofsmann (1887 u, ff,). b) Tnlnmdübersetznng von L, Goldschmidt (1897—1907), Diese is! invglichst ivvrtgctren, o) Werke über 'den Talmud findet man zitiert in H. L, Strack: „Einleitung in Talnnid und Alidrasch" (5, Ausl,, München 1921). Ncbcr die lalinndische Lehre orientiert dag Buch deS christlichen Gelehrten R. Travers Herford: „Tie Pharisäer" (deutsch von W. Fischet, Leipzig, Verlag Gustav Engel 1928, 296 Seiten), Der „blonde und langschädelige Germane“, Die von der völkischen Nassenlchrc immer wieder anfgcstcllto Bchanptnna, das; der Kerinanc blond, blnnängig und lnngköpsig sei, ist nich! stichhaltig. So sind z, B, die Slaivcn ebenfalls vielfach blond, blauäugig und lnngköpsig. Als die bedcntmdste Unlersnchnng ist die von Vi rchow anznsehm, der in feinem „Gesamtbericht über die Farbe der Haut, der Haare und der Augen der Schulkinder Denlsehlands" Mitleilnngen über 75000 jüdische Kinder erstattete; danach hakten 65 Prozent dunkles Haar »nd 52 Prozent dunlle Augen; 32 Prozent helles Haar und 46 Prozent helle Augen, Kein vtranlwvrlnngsbcwnhter Forscher wird daher in der Lage (ein zu behaupten, daß nur die Germanen blond, blauäugig »nd lcmgchädelig seien oder das; diese äußeren Merkmale dem Germanen chlcchthin eigen sind. f\m dem jüdischen Schrifttum. Uebet Recht. liebet Recht und Gerechtigkeit und rettet den Beraubten aus der Hand des Unterdrückers; bedrücket nicht Freindlinge, Waisen und Wilwen, seid nicht gewalttätig, und unschuldiges Blut vergießet nicht an diesem Orte. Jercmia 22, 8, Gerechtigkeit erhöht ein Volk, — Sprüche 14,34, .... Nicht bleibe der Arbeitslohn des Tagelöhners bei dir über Nacht bis zum Morgen. — 3, B, Moses 19,13, Bedrücke nicht einen armen und bedürftigen Tagelöhner von deinen Brüdern oder deinen Fremdlingen, die in deinem Lande, in deinen Toren sind, An demselben Tage gib ihm seinen Lohn, nicht soll die Sonne darüber untcrgchii; denn er tragt ihm sein Leben entgegen; daß er niclll ruse über dich znm Ewigen und an dir eine Sünde sei, - 5, B, Moses 24, 14 und 15, Treue auch gegen den Zremöling. Haltet auf Treue »nd Ehrlichkeit! Seid ehrlich selbst in Worten, wie unsre Weisen sagen: Euer Ja sei ja, euer Nein sei nein, (Baba mezia 49a), Solltet ihr aber meinen, ihr wäret Ehrlichlcit nnr dem Juden schuldig, lveik er sich brüderlich gegen euch beträgt, so haben solcher Meinung gegenüber bereits unsre Lehrer erklärt: Es ist verboten, Nichljnden zn betrugen, Bant ein Nichtjnde aus euer Wort und euren Handel, so müßt auch ihr ehrlich und tre» gegen ihn sein, damit Gottes Name durch euch geheiligt werde. — Jechicl b. Jekutiel aus Rom: Scfer maalot ha-middot 37a und b. Wer den Betrug gegenüber einem Nichtjndcn als minder bedenklich ansieht, der ist 'ein Lügenredncr; man rechne ihn zn den Uebeltätcr», die Gott ein Greuel sind, — Salomo Alnmi: Jggcret ninsar (Ermahmmgsbries), S, 11. Bedrücke nicht einen armen und bedürftigen Tagelöhner von deinen Brüdern oder deinen Fremdlingen, die in deinem Lande in deinen Toren sind. An demselben Tage gib ihm seinen Lohn, nicht soll die Sonne darüber untergehn. — 5, B, Moses 24, 14—15. Sieben sittliche ZorSerungen. Sechs Dinge sind es, die der Ewige haßt, und das siebente ist ihm ein Greuel: Hochmütig blickende Augen, falsche Zunge und Hände, die unschuldig Blut vergießen. Ein Herz, das Böses sinnt; Füße, die eilends zn'm Bösen lausen. Wer Lügen aushancht: ein falscher Zeuge, und wer zwischen Brüdern Streit verursacht, — Sprüche 6, 16—lö. Genügsamkeit. Besser wenig in der Furcht des Ewigen, als ein großer Reichtum und Unruhe dabei. Besser ein Gericht Gemüse, wo Liebe ist, als ein geinästetcr Ochse und Haß dabei, — Sprüche 15, 16—17. Besser wenig durch Gerechtigkeit, als viel Einkommen durch Ungebühr, — Sprüche 16, 8, Besser trockenes Broi und Ruhe dabei, als ein Haus voll reicher Mahle bei Zänkereien. — Svrnchc 17, I, Lob öer Arbeit. Der Mensch darf nicht sagen: Ich will essen und trinken und das Gute genießen, aber mich nicht anstrengen; möge der Himmel mir cs ans Gnade gewähren!,,. Biebnchr muß sich der Mensch mühen und mit beiden Händen arbeite», dann schickt der Heilige, gelobt sei er, seinen Segen, — Jclaindcnn z, 1. B, Moses 31,42. Derjenige, der von seiner Hände Arbeit lebt, steht höher als der Fromme. — Berachvt 8a,

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