Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 1929
- Issue
- Heft 2 (Februar 1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Weisst Du das? 1. Was heißt Freimaurerei? > Ae Freimaurerei, öic mit dem Judentum nichts zu tun hat, verfolgt edle, menschliche Zwecke, Das beweisen schon die vielen großen Deutschen, die Frcimnnrcr waren, Freimaurer waren nicht nur L c s f i n g, Herder, Wieland und Goethe, sondern s ä in t l i cl) epreußis ch enKönige seit Friedrich dein Großen, 2. Gibt kö überhaupt jüdische Handwerker in Deutschland? Rach der Bernfsslatistik von 1907 seine neuere Stilistik ist nicht vorhanden) gab es in Deutschland bereits -10 000 jüdische Handwerker. Diese Zahl durste sich nach dem Zusammenbruch des kaufmännischen Mittelstandes nach dem Kriege erheblich vermehrt 8. Ist der sogenannte Dawes-Plan ein jüdisches Erzeugnis? Rein, er ist benannt nach seinem Verfasser, dem nichtjüdischen General D a w c s, 4, Wer übt die Dawes-Kontrolle aus? Eine Kommission, in der k e i n c Inden an leitender Stelle sind. Auch im Bureau des Rcparationsagenten finden sich in leitender Stellung keine Juden, In den mit der Regelung der Neparationssragcn beanstragten staatlichen Dienststellen sind keine Inden, Der amerikanischc Finanzminister Mellon ist nicht 5. Wer ist Parker Gilbert? Er ist der Berichterstatter über die wirtschaftliche Lage in Deutschland, Entgegen antiscniitischcr Behauptungen ist er kein 6, Seit wann leben Inden in Deutschland? 1, Schon vor Christus kennen Talmud-Lehrer jüdische Niederlassungen in Germanien, 2, Später wohnten viele Inden in Deutschland, besonders am Rhein. 321 mussten laut Verordnung d c 8 K n i [ c r § K o n - staut in die Juden in Köln, die römische Bürger waren, auch Aeuitcr übernehmen. Sehr alte jüdische Friedhöfe in Worms, Mainz und an anderen Orten beweisen, daß dort schon vor vielen Jahrhunderten jüdische Gcincinden bestanden, 3, Unter Karl dem Großen entstehen neue jüdische Siedlungen am Rhein. Um 900 bestehen sie schon in der Nahe der Elbe, In, 12. Jahrhundert ist die Muttersprache dieser Juden deutsch! auch haben sie deutsche Namen, deutsche Hochzeits- und Bcstattniigssitten angenommen. Sagen und Dichtungen ivcrdcn nachgcdichtct, -!, Trotzdem sie rechtlos gemacht ivurden, kein Handwerk betreiben, keinen Boden besitzen dursten, haben sie sich immer als Deutsche gefühlt: ch Wo daS Dentschtnm um sein Lebcnsrecht k ü in p s t e. in O b e r s ch l c s i c n, B v h i» e n , Al ähren, Tschechoslowakei, Ost- und W c ft p r c n ß e n »sw. haben sie fast ausnahmslos auf seiten des Deutschtums gestanden, h) Sie sind im Osten (selbst in Rußland!) die Pslcgcr dcnlscher Sprache geblieben. Im Orient sprechen ein Teil der Inden heute noch deutsch. Zwei Drittel der Inden der Erde, d, h, 11 Millionen, sprechen deutsch. — Das „Jiddische" ist in seinem Grundelement mittelalterliches Deutsch. — 7, Wie viele Juden gibt es in Deutschland und wie viele haben am Kriege teilgcnommen? Es gibt 550 000 deutsche Juden: 96 000, d, h, jeder 6„ hat am Kriege tcitgenommen. 12 000 von ihnen sind gefallen. 8. Wer war der jüngste Kriegsfreiwillige? Der 13jährige Jude Josef Zippcs, Bereits mit 13 Jahren hatte er das Eiserne Kreuz und den Eisernen Halbmond erworben, Beide Beine hat er i m K a m P f f ü r Deuts ch l a n d verloren, 9. Wie viele Inden waren oder sind in der Regierung Deutschlands? 1. Jin K a b i n c t t S ch c i d e m a n n waren unter 15 Ministern ein Jude und ein Mann jüdischer Abstammung (Prenß und L a n d s b e r g). 2. Im M i n i st e r i u m Bauer unter 14 Ministern keiner jüdischer Abstammung, 3. Im M i n i st e r i u nt Müller unter 14 Ministern kein Minister jüdischer -lbstamipung. , 4. Im M i n i ste r i u m W i r t h unter 14 Ministern ein Jude (Rathenau) und ein Mann von jüdischer Abstammung (Gradnauer). 5. Im zweiten Ministerium Wirth unter 18 Ministcrn der eine Jude Rathenau, nach seiner Ermordung im Juni ■ 1922 keiner mehr. 6. Im Ministerin m Euno unter 14 Ministern kein Jude. 7. Im c r st c n Kabinett Stresem: nistcrn ein Jude (Hilferdiiig). S. Im z weiten Ka bi ne tt Stre sc m lüstern kein Jude, i n unter >10 Min n unter 12 Mi- Judc, 10. In der gegenwärtigen NeichSrcgicrung ist ein Jude (Hilfer- Auch in den L ii n d e r r e g i c r u n g c n waren fast keine Inden und sind heute keine! Ist etwa die bayerische Regierung verjudct? 10, Wer sind die reichsten Männer der Welt? Nach den letzten Aufstellungen der „New Park Times" l,alten unter den Millionären der Welt folgende 11 die Spitze: Henrh F o rd, I o h ii R ockc-fell er, H c'r zog von W e st m i n st e r, G n e k w a r von B a r o d n , T. B. Walker. G c o r g c B a - ker. I, B, Duke. P e r e y R v ck e s e l l c r, Sir Basil Zah a r o s f. B n r o n H. 9J! isnini, Baro n B n s n k i. Darunter ii i ch t ei ii e i n zi g c r I u dc!! 11. Was ist ein sogenannter Ritnalmord? Ans dem dunkelsten Aiittelalter stammt die immer ivieder a»igewärmte, aber völlig haltlose und lügenhafte Behauptung: „Die Inden begehen Rituainwrdc, um das Blut der Gemordeten zu genießen," Es gibt aber leinen jüdischen Ritnalmord, und dies gelst schon daraus hervor, daß den Juden von jeher durch ihr heilig gehaltenes Religionsgesetz jeder Blntgemiß. daS Blut des Tieres und um so mehr lUtciifclicnblut zu genießen oder zu verivende». ans das strengste verboten war und verboten bleibt. Im 9, Kapitel der Genesis heißt es: „Wer Mciischenblut vergießt, dessen Blut soll Ivieder vergossen werden, denn Gott hat den Meujchen in seinem Ebcnbilde geschaffen," — Durch diese Beschuldigung haben Gewissenlose oder Ungebildete schon manches Unheil angerichtet, aber die Wahrheit kam immer wieder an den Tag. 12, War»»» wird das Schächten bekämpft? Das Schächten wird unter dem Vorwand bekämpft, diese Tölungsart sei Tierquälerei. Durch eine Reihe lviffcnschaftlicher Autoritäten ist scstgestcllt, daß das Schächten den Tieren keine Qualen bereitet, der Schächtschuitt führt vielmehr sofortige Betäubung und Schmerzuiicinpsiudlichkeit herbei. — (Beleg: Gutachten aus Grund erperiiiienielker Untersuchung von Geheimem Rcgierungsrat Professor Tr, Ter eg. Tierärztliche Hochschule, Hannover, vom 5. September 1911) 13, Was ist der Talmud? 1, Ter Talmud ist nicht das Werk eines Mannes, sonder» das Produkt einer lOVOjührigen (590 vor bis 500 nach Christus) geistigen Arbeit und geschichtlichen Entwicklung des jüdischen Volkes, 2, Sein Inhalt ist so bunt und vielseitig wie das Leben: es gibt nichts zwischen Himmel und Erde, ans dem Gesichtskreis oder Erfnhrungsbcreich des damaligen Menschen. das nicht darin berührt wäre, und auch reine Denkübungen sind vielfach darin enthalten, 3, Man hat den Talmud ost mit den Protokollen parlamentarischer Verhandlung verglichen: ebenso könnte man den Talmud mit den Aufzeichnungen eines Schriftführers über die Verhandlungen in gelehrten Gesellschaften oder öffentlichen Aersammlungen vergleichen, die sachlich keine Stellung nehmen, also das Für und Wider, Gründe und Gegcugründe enthalten. 4, In dem kaleidoskopartigen Inhalt des umfangreichen Werkes finden sich nicht nur Perlen von eivigem Werte, sondern neben den erhabensten religiösen Anschauungen auch mancher Aberglaube, neben tiefen Gedanken törichte Volksmeinungen, neben Aeußerungen fortgeschrittensten sozialen Sinnes und edelster Menschenliebe auch Ausbrüche der Leidenschaft, neben Vernünftigem, Klarem und Poetischem Absurdes und Triviales. 5, „Dian muß den Talmud und jeden seiner Anssprüche aus seiner Zeit und seiner Umgebung heraus erklären und wird dann verstehen, dnß die Juden "vielleicht nicht besser, aber auch nicht schlechter waren als di? übrige Welt," (Professor Elbogen, „Geschichte der Inden",) 14. Was ist der Schulchan Arnch? 1, Da der Talmud (stehe oben) die widerstrebendem Auffassungen wicdergibt, und da er nicht systematisch ist. war cs für die religiöse Praxis notwendig, den Stofs systematisch zu ordnen, die im Tal- . muö enthaltenen Erzählungen. Sagen nsw. auszuscheiden und die für das religiöse Leben gellenden Bestimmungen zu sammelimM Solcher Sammlungen gibt cs eine ganze Reihe; das größte^"--"--' sehen gewann das Werk von Josef Caro (1488-7-1o7Sden Titel trägt: „Schulchan Arnch". (gedeckter Tisch), >