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Central-Verein-Zeitung · 1929-01-01 · Heft 1 (Januar 1929) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1929
Issue
Heft 1 (Januar 1929)
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Weißt du das! Mäöchenfchänöungen. I» die Agitation vv» judenseindticher Leite ist in bcu letzten Jahre» das sexuelle Moment mit Vorliebe hineingebracht wurde». Einige Sittlichkeitstierbrechen, «m denen jüdische Persönlichleiten beteiligt tvare», sind pm Ausgangspunkt der Behauptung gemacht worden, dast die Juden in ihrer Zahl keineswegs entsprechendem Prozentsatz plaumästig Atndchenschindunge» begehen und das; sie hierin einem Gebot de? Talmuds entspräche», Hierzu solgcnde Feststellung: >. Die Statistik sagt aus: a) Nnznchl unter Mißbrauch des Bertrantusverhält- Evang, tialh, Inden >,) Unzucht mit Gewalt an Bewttsttlosen, Kindern «sw. Evang. (Tatf). Jllde» e) Kuppelei, Zuhältereir Evang. . . 0.1 20 .. (I) I» den Jahren 1915 bis 1917 beginge» das Verbreche» der Blutschande: 475 Personen evangelischen Glauben-?. 905 „ katholischen Glaubens, - ,, jüdischen Glaubens, a) Das Perbrechen der lvidernatiirlichen Unzucht: 418 Personen cvangcliscl)en Glaubens, „ katholischen Glaube»?. •"> ,, jüdischen Glaubens, f) Das Berbrcchen der Notzucht: 3935 Personen evangelisthe» Glaubens, 29o5 „ katholischen Glaubens, 50 ,, jüdischeil Glaubens, l-j Erregung von Aergcrnis durch unzüchtige Handlungen: 1109 Personen evangelischen Glauben?-, ons „ katholiseljenr Glauben?, 27 „ jüdischen Glaubens. Tics sind die letzten amtlich sestgestcllten Zisscrn, cntuvniinen der Statistik des Deutsche» Reiches, Band 27V, 302, 304 »»d 140. Tie Zahlen vor dein Atriefle weisen die gleichen Verhältnisse auf. 2. Ter Redakteur der völkischen Zeitschrift „Tie Flamme" in Bamberg hatte bchaiiptet, das> der Talmud die Schündilng nichtjadischer Müdchcu den Jude» zur Psticht mache. Der Sachverständige, P r a l a t G c h e i m r a t P r v - iessor Tr. Johannes, hat unter Eid »achgewiesen, daß diese Behauptung unwahr ist. Das Schwurgericht in Bamberg folgte den AriSführiingeu des Gutachtens, das Reichsgericht schloß sich dem Urteil de? Bamberger Schwurgerichts au. Wucher. 1. Das „Alte Testament" verbot das Ziiisnehmc», ivährcnd cs bei atlen anderen Völker» erlaub! war. Dieses Verbot ist dann von der Ehrlstl. Kirche ausgenommen worden. Zugleich aber tvurden die Inden 2. in, Mittclatier von den Fürsten gezwungen .:» wuchern, d.unit ihnen nachher von den Fürsten das Geld abgenoimneu iverden konnte. Aber die Christen verstanden das Wucher» auch, tvle viele Zeugnisse beweisen, vor allein das Luthers: „Der Juden Schinderei ist lauter Kinderspiel getvcsc» aegen de» Geiz und Wiicher, der itzt nicht allein regieret Im geistliche» Stande, da den» der grösste Wucher ist, sonder» auch im!« de» weltlichen Ständen." (Predigten über Matthäus Kap, 23, 23—Kap. 24, S. IN.) 3. Der neurst« Kniff der Antisemiten tautet svlgeiidermasiou: „Zins Ist arbeitsloses Eiukoiiimc» und daher Ansbeiit»»g. Tie Juden 8ade» das Geld und das Bankkapital (vgl. Bl- 4, 37 ». lii), also nb fl« die Aiisbeiitcr!" a) Ist dies richiig, dann sind alle Menschen Ausbeuter, die Zinse» nehme». Dic8 könnte aber dann nicht durch Quälen, Ausweisen, Töten der Inden geändert tverden, sondern nur durch eine allgemeine des Geldwesens <HM. der aflivtschastsvrdiiung). >,) Stimmt die Lehre vom arbeikswseii Einlommcn überhaupt, so ist die Gruiidrente erst recht arbeitsloses Einkommen. Dan» mühte also de» antisemitischen Bode»best Hern dasselbe geschehe», wie dci» Juden »nd anderen Geldbesitzern, Diese Folgerungen ziehen die Antisemiten nicht! 4, Der Zusammenbruch des LviiibardhuuseS Bergmann (Aufrtiifl 1028) geigte, dast Leute, die z. T. dem Adel (Graf Schwerin) augel>örtc», Bergmann Geld liehen und sich dafür 48 Jahreszinsen versprechen iiestc». Diese Geldgeber muhten ulsv nnnehme», dag Bergma»» seinerseits miiidestens 30 "/» Zinsen nahi». -- Sie eiiipfaiideu das wohl nicht als Talmuüüberfetzungen. Die Antiseiniteu behaupieu, de» Juden sei in, Talmud Wucher, Betrug, Meineid »sw. ertaubt. Die Ucbersetznngen der hebr, Schriften, ans die sie sich Dem feit, sind Fälschungen. Diese Nebeesetznngc» gehen zurück uns 1. Fustns. Er hiest eigentlich Aron Briman, war rumänischer Jude, liest sich taufen, tvurde Prvtestaut, da»» Katholik, wurde 1865 ln Wien wegen Urkundenfälschung zu Gesang »is und Landesverweisung verurteilt, „Machwerk in seriialer Lüge" nennt v. Delitzsch (Leipzig), Pros. d. alli. Thevl., sei» Werk. 2. Rohling. Dessen Uebersctzuug nennt Professor De. Nöldeäc „eine Gemeinheit", Prof. 1). Dr. Strack tBeriin): „eine seltene VereinlPing von Unwissenheit, verblendetem Hast »»dBosivilligkcit". Erhübe sic vvn einer andere»Fülseherschrist abgeschricbe»! „Oesfentlich klage ich R, de? Meineides und grober Fälsthnngen an," 3. Dr. Erker in Münster, der die Fälschungen des JnstnS at? sci» eigenes Werk hcrausgab. Ter Prvfejwr der kathol. Theologie Bicketl nennt das Buch: „Schwindet gelehrter Jndustrieritter." Ter berühmte (prvt.) Pros. d. altt. Thevl. i). Franz Delitzsch (Leipzig) schleuderte gegen diese Fälscher die svlgendc» zornigen Worte: „Aber »och lebt der Got! der Wahrheit . . . und »och lebt der zu seiner Nechten erhobene Christus, welcher seine Ehre zu rechtseetigen wissen wird gegen die Schänder seines Namens ... die Rohlings und die Jiistils (die ihm diirch Lüge» zu dienen meine») werden sterben an ihren Lügen." dawes-Rontrolle. „Die Inden ltben die Dawcs-Kontrolle ans" (beiiannt »ach den, nichljiidische» nincrikniiischen General Dawes). Als das deutsche Volk vor der folgeiischtvercn Frage „Annahme oder Ablehnung des Tawes-GntachtenS" stand, die nach rein ökonomisch-politischen Gesichtspunkten vvn den verschiedenen Parteien beantwortet wiirde, haben die Antisemiten gesagt: Annahme bedeutet die Versklavung Dentschlaiids diirch das internationale Judenkapital. Um dies z» betveiseii, haben sie behauptet: daS „jüdische" Bankhaus Morgan übt die Finanzfontrolle über Deutschland aus: 1. Die Firma Morgan ivar lcdialich das ('Missionshaus sür die lüprvzcntige Neparativnsanleihe, die als Miederbeqinn des denlsche» Anslandskikdits nach der Annahme de? Gutachtens in Neiv Port anlaelcat ivnrde und hat mit einer Finanzkontrolle nicht da? Miiidcsle zu tun. 2. Tic Firma I, P, Mvrgan and du, ist kein jüdisches Hans, vicli»d)t sind sämtliche Inhaber Aichtjuden, Tie Bötkischei, haben auch den 1027 vcröfsentliehten Brieftvcchscl zwischen Parker Gilbert ider übrigens e»igegen antisemitischer Behnnpinng kein Jude ist) mit dem Rcichssinaiizminister Dr. Köhler dazu benützt, um wieder z» behaupten, dast die Juden Teutschland Vv» A'erv Port aus Schwierigkeiten zu machen versuchen, um höhere Zinssätze uns Dentschland zu erpresse». Die leitenden Persönlichkeiten der DawcS-Akommisstou sind Richljuden. Im Bnrean des Neparationsagenten befinden sich in leitender Steilung leine Juden. In den mit der Regelung der Ncpnrativiisfrage beauftragten stantlichcn Dienststellen, sind keine Inden, der amerikanische Finaiizniinister Me. Mellon ist Wem fliesten die Reparationszahlungen zu? Doch nicht den „Jndenbaiiken" oder den Inden!

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