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Central-Verein-Zeitung · 1928-07-01 · Heft 7 (Juli 1928) · page 4

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1928
Issue
Heft 7 (Juli 1928)
Date
1928-07-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Icfcn wir in Dir. 29 vom 15. Heuert in größter Ilusmnchnng die Nachricht: ' „Mordvcrschwürnng flcßnt Lndcndorss von Deutschen .stochgradbriivcrn und Buc - Brith - Brüdern in Maricnbad Juni 1928. Unter der tzliisschrist „Achtung T n n n c n b c r fl; SB n ii b!" teilten >vir in bet letzten Nummer der „Tcnllchcn Wochenschini" mit, daß die N n et) t i d) t lio ii c i n c r N! erbt e r ( ch w ö r » n g i n Bi n r! e n b n b 0 c fl c n L II d c n d v r i s v v n Deutsch e n H v ch fl r n d b r ii der« und B n e - B r i t l> - B r ü bu ii zur Sriiriitlciiiuifl gelvnimcn sei. Sosvrt nach Vervssentlichung wurde uns diese Riiltciliinfl nicht nur erneut bcfteitiflt, svndern wir erhielten noch weitere 'Angaben, die Nur so >vcit der Lessentlichleit bekanntgeden, als sie unsere (?cN>>ihrs»iü»ner der Logenrache nicht prciSgibl. Es handelte sich um eine ,,l> v ch d e d e u t s a ,u e Konferenz" von „bedeutende n Bl ti n n c i n", das he itzt also s ch würzen Logenb r ü d e r n und B u c - B r i t h - L c i l u n g. die ihre Haupts,tznng am 3 n tu c () t n o e, dem IN. Juni 1928, in Bl a v i c n b a d (jatten. Es loaicn unter mibercn TeiilschdUitige „H a in m e r s ch l ä g e r" und „Grvst- >v N r d en! r ä g e r", ferner ein recht bclflnuter j » de n b l ii t i fl c t K o m m erzien r n t uns einer luichtifle» Freimflurcrzcntiflle Alitteldeutschlnnds und ein bekannter siidischer Prophet und fleheimer Weltleiter aus Hamburg zugegen, irelch letzterer eine Kur in Karlsbad machie. Unser neuer Gewührsinann drückt den Mordplcin, der in unserer ersten Milteilimfl nur in die Hvchgradbriider-Geheimsprflche flekleidet war, unverblümter ans und sagt: .Weitestgehende Maßnahmen wurden beschlossen, besonders gegen Lndendorsf. Wenn General Lndendorss auch ein Narr ist, so ka»>n er doch durch seinen Anhang — und Mitläufer findet er immer noch — sehr schaden und daher mutz er unschädlich gemacht werden? Natürlich ist der Reiter unseres Volkes „ein N'arr", der den jüdischen Weltherrschastsplänen ,.S ch ade n" brinfltl Wir können nur noch einmal wiederholen, daß s i ch die Brr. hüten sollen, ihn a u f i h r e Weise „u nschädli ch" z u in a ch e ii, it n d können ihnen a „ ch v e r r a t e n , d a s>, io tun ihre „w e i t c ft gehenden M a b n n h m e n " zur A n s s ii h r u n g k ä m c n, i h ,i e n Ludcndorss eben f „s chüdli ch" ist, als leeirn s i e ihnen mißlingen!! Wir wiederholen noch einmal, die Schar deS Tannenberg-BuitdeS und seine Millionet» Freunde im Volke, die wegett der wirtschaftliche,t Erpressungen in ihrer Notlage heute öffentlich tiicht znm Tannenberg-Bunde gehören, sie alle sagen euch, datz daS indische Volk und die Brr. Freimaurer »tnd Rosetikreuzer, oh nun eingeweiht oder nicht, «ns siir seit« teures Leben hasten! Von der S t a a l s a n io a l t s ch a s t in der autonome» Wirischastsprovinz Deutschland des Jawchrcichcs erhvsfen wir sehr, sehr lvenig. Sie ist Beamtenschaft der Negierung und hat sich deren Anordnungen zu siigen oder sie geht ihres Amtes verlustifl!" Tcr „Völkische Beobachter" vom 15. Juli scheint diese Meldung, wenn er auch die volle Verantwortung siir ihre Richtigkeit der „Deutschen Wochenschau" überläßt, ernst zu nehmen, denn er veröffentlicht sie ans der ersten Leite mit einem Kommentar, der es an jndenscindlichen Acnßcrungen nicht schien läßt. DaS Thermometer scheint eben in Dt ü n ch e n nvch höher gestiegen zu sein als in Berlin. /lrmes Japan. „Der Krieg zwischen Juda und Japan." Endlich ist cs dem „Weltkampf" des Herrn Alfred Rosenberg gelungen, das eigentliche Kampfziel „Judas" anfzndecken. In Heft 54 schreibt der Korvettenkapitän n. D. Alfred Stoß einen Aufsatz von 20 Seiten, aus dem wir armen Univissendcn endlich entnehmen können, worum es eigentlich in der Weltgeschichte geht. England, Deutschland, F r a n k r e i ch, Rußland, Italien, kurzum der ganze Erdball, stehen unter der Macht des überstaatlichen Inda, lverden von ihm geknechtet, um ansgercchnct ein einziges Land zu n n t e r iv c r s e n, nämlich Japan. Die Gründe für diese gewaltigste Krastanstrengung, die wohl je die Weltgeschichtegesehen hat, vermag uns Herr Alfred Stoß nicht anzngebcn. Aber daß dieser Krieg bereits ausgebrochen ist und schon in allernächster Zeit die fürchterlichsten Formen annehnien lvird, das ist ihm klar. Aus Seite 256 heißt cs: „Das Jahr 1921 ivar ein markanter Beginn in dem jüdischjapanischen Krieg. In der Washington-Kviiscrenz mußte Japan einen Teil seiner Eroberungen herausgeben »nd sich zu einem Abrüstungszustand beguenien. Das japanisch-englische Bündnis wurde gegen den Willen der konsewaliven und mehr völkischen Kreise Englands gekündigt. Singapore wurde in den Hanptnngrisssplan aiisgenomine». Juda begann mit der endgültigen Revolutionierung Ehinas. Sowjetruksischc Propaganda wurde für Inda in China ebenso Mittel znm Zweck wie vorher sin Deutschland sozialdemokratische „2lnti"-Kapital-Propaganda znm Riesenerfolg jüdischer Kapitalbildnng. Als die Machcnschasten Judas mittels der sowjetrussischen Propaganda i>» Jahre 1920 zusammenzubrechen drohten, da versuchte das konservative — sich noch einmal völkisch erwehrende — England, daS letztemal, sich ans den Zwingen der überstaatlichen Kräfte z« befreien. Es erstrebte die Erneuerung des Bündirisses mit Japair und wollte bereits den Ansban Tingapvrcs ansgeben. Doch da traf England der Bannstrahl der überstaatlichen Mächte im Bergarbeiterstreik. Die englische Regierung kapitulierte, indem sie den Räubcrstaat Südchina anerkannte und ihn wachsend durch ihre eigenen militärische» Kräsle stützte. England ist jetzt kaum lösbar gebunden. Ter jüdisch-japanische Krieg ist in seinen Anfängen. Wohl hat cr bereits „Phasen" durchschritten, wo das Kriegsglück nicht aus Seilen Judas stand. 1925, 1926 und 1927 waren jüdische Mitzerfolge und Schlappen. Aber der Kamps wird erbitterier von Jahr zu Jahr, und man lveiß nicht, lvas das Jahr 1928 bereits bringen wird." Die Politiker der ganzen Welt lverden über das Wissen des Herrn Stoß staunen! Sie lvürdcn ihr» auch dankbar sein, wenn cr nlin noch klarlegen wollte, warum all diese Völker, die heute lintcr Judas Herrschaft gegen Japan ziehen, unter der gleichen Herr-' schnft sich noch vor zehn Jahren bekämpft haben. Die Wege des Mcnschcngcistes sind lvilndcrbarl Die Juden, die Netter Deutschlands — sagen die französischen slntisemiten. Schon seit langem haben die Antisemiten aller Länder erkannt, daß sie nur durch internationale Zusammenarbeit vorankommen können. An Versuchen, eine Einheitsfrönt gegen das Jlidentlnn zll bilden, hat es nicht gefehlt. Nur macht sich bei diesen Bemühungen rin unangenehmer Umstand störend bemerkbar. Die Inden, so heißt cs, arbeiten mit den Feinden unseres Volkes zusammen, llm so den Untergang unseres Volkes zu beschleunigen. Wenn dies lvahr ist, so müssen also die Juden wohl zugunsten dieses „Feindes" arbeiten. Erklären zum Beispiel die deutschen Antisemiten, der Jude unterstützt den französischen Erbfeinds und wollen umgekehrt die französischen Judengegner dem Volke klar machen, Deutschland verdanke alle seine Nachkricgsersolge jüdischer Hilfe, so scheitert an dieseni logischen Widerspruch, der auch wenig empsüngliche Gemüter stutzig machen muß, die Zusammenarbeit zlvischcn deutschen und französischen Antisemiten. Obwohl es leicht fallen würde, die Widersprüche der antisemitischen Agitation rein propagandistisch auszulverten, wird man der jüdischen Sache weit besser dienen, wenn man den Tatsachen . nachgcht,' die dieser innerantisemitischen Fehde zugrunde liegen. In dieser Hinsicht liefert ein kürzlich erschienenes Buch eines französischen Antisemiten, Iloßsr Lambelin, schätzbares Material („Les victoires d’Israel", Paris 1928, Bernard Grasset). Während Lambelin die reichhaltige deutsche Literatur für seine Zlvecke nach Kräften ausiilitzt und ihr in fast allen Punkten folgt, macht sich ein delitlicher Unterschied bemerkbar: Nach tLamfoelin haben nämlich die Inden nach dem Kriege kein anderes Ziel verfolgt, alö Dentschland so schnell wie möglich wieder ans die Beine zu bringe». So heißt cs (S. 15). daß „die Juden sich nach dem Kriege znsammenschlossen, »m eine Zerstückelung Deutschlands zu verhindern." Ans S. 92 lvird bedauert, daß Polen keine Großmacht geworden ei. Auch dies hat der politische Einfluß des Judentums verchnldct. Auf S. 88 sd)reibt Lambelin: „Die größte Mehrzahl, wenn nicht die Gesamtheit der Inden ergriff während deS Krieges Partei für die Mittelmächte und suhlte sich mit Deutschland solidarisch." Seite 168: „Tie internationale Erohfinanz hat dadurch, daß sie die finanzielle Stabilität Deutschlands wicderhcrstcllle, dem Lande einen überraschenden industriellen Wohlstand gesichert, der seine wirtschaftliche »nd politische Wicdcrcrhcbung Herbeisühri. lleberhanpt kann man feststellen, datz die Inden eine starke Verehrung für Deutschland an den Tag legen, obwohl sie in Deutschland oft schlechter behandelt wurden alsi irgendwo anders. Sie haben während des Krieges, befoitderS in Amerika, Italien und auf dem Balkan, allgemein für Deutschland Partei ergriffen, »nd auf ihren Einflutz ist es zurückznsühren, wenn in den Versailler Friedensvertrag gewisse für Deutschland günstige Bedingungen ausgenommen wnrde«« und wenn die späteren Verträge den Friedensvertrag milderten." Diese Urteile eines verbissenen Antisemiten möge» genügen. Zahllose andere könnte man mit Leichtigkeit hinzufügen. Im übrigen steht Lambelin dem Judentum kaum anders gegenüber als bei uns cttvn Lndendorff. Das Frcrmaurertum und der Jude sind ihm eins: „Tie cngcn Bezichungcn zwischen Judentum und Freimaurerei lind so ossensichttich, daß niemand sie mehr zu leugnen wagt. Das Judentum der Kabbala und die Freimaurerlogen bedeuten daZ Ende der christlichen Zivilisation." (S. 211 s.) ' , Auch im übrigen ist Lambelin ein unverdächtiger Kronzeuge. Er will dem srnnzösischen Juden das Recht aberkannt wissen, Ossizier, Beamter, Abgeordneter oder auch nur Lehrer zu werden — er wird also auch in dieser Hinsicht unsere» Vötkischen recht sympathisch sein: Nur in einem - Punkto werden die antisemitischen Doktrinen diesseits und jenseits des Rheines vermutlich kam» zu einer Einigung kommen, in der Frage, iv-e l che S t e l l u n a b i e 3 u b «t in aller Herren L ä n d er im Kriege und in der Nachkriegszeit zu Deutschland eingenommen haben. Mit welche» Argumenten werden mm die deutsche» Antisemiten diesen Abschnitt iiii Lehrgebäude ihres sranzöflschen Gesimrungs« genossen bekämpfen?

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