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Central-Verein-Zeitung · 1928-05-01 · Heft 5 (Mai 1928) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1928
Issue
Heft 5 (Mai 1928)
Date
1928-05-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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53 i)cr i'ciilrnlttcmn oni Otc „Pressn“. Sonderbericht für die „C. B.-Zeitung". Köln, 15. fflni. Ein gigantisches Werk ist nicht »nr der deutsche» Oessentlichkeit, sondern der gesinnten Kiiltnriuenschheit übergeben worden: die Eröffnungsfeier ivnrde Vvn sühreudeu Männern In den Reden der Eröffnungsfeier wurde Vvn führenden Männern der deutschen Politik viel Versöhnliches gesprochen. Ein Bild der Volks- und Böllerversländignng soll diese erste iniernniionale Ausstellung, die Tentschlaud noch dein Kriege zustande bringen konnte, darstellcn. Alle Teile des deutschen Volkes, olle Länder, alle Bcrnss-- schichtc», alle Konfessionen und 4\ nnsierdentsche Stiuttm haben an diesem ersten dcni gedruckten Wort errichteten Denkmal initgewirkt.. Ter Kölner Oberbürgermeister Aden an er schilderte in seiner Ervsfnungsrcde die weil über den Tag hinnnsreichendc Bedeutung der Ausstellung, die besonders in den Darstellungen der Zeitschriften zum Ausdruck käme, die es verstanden hätten, ihre weltanschaulichen Ideale in Verbindung mit ihren Zeitschriften darzustellcn. , Die katholischen Zeitschristen haben diese Wirkung dadurch erreicht, daß sie ihre, das gesamte katholische Schrifttum, katholische Kunst und katholische Wohlfahrtspflege umfassende Ausstellung in die herrliche älte Dentzcr Kirche und Abtei hincingelcgt haben, ' Die evangelische Kirche hat ans Kupfer und Eisen eiiic Kirche errichtet, die später in teilt Kölner Vorort Ehreufcld ausgcrichtet werden wird. Ihr nionnmentnler Van — der Jnncnansban ist noch nicht vollendet — kann auch ans den Andersgläubigenseine» Eindruck nicht verfehlen. Neben ihr steht, viel kleiner im Umfang, aber vornehm i» Architektur und Ausführung, der von Bnnmeistcr Robert Stern errichtete Bau der Jüdischen Sonderschnu („JsoP" E. V.). In ihr, die erst nin 15. Mai der Oessentlichkeit übergeben wird, findet jüdisches Schrifttum in einer kulturhistorischen Schau und in einer Ausstellung der modernen jüdischen Zeitungen starken Ausdruck. Im Mittelpunkt allen Judentmns steht die Schrift! das etwa ist der Gruiidgednnke der Jüdischen Sonderschau. Ter Ccntralvercin hat in der deutschen Abteilung dieser JsoP eine gläserne Säule errichtet, deren Entwurf und Anssührnng gleichfalls von Baumeister Robert Stern stammt. In vornehmer Beschriftung macht sie aus „C. V.- Zeitung", Philo-Verlag und „Morgen" ausmerksain und weist de» Besucher ans den großen Stand des Centralvereins innerhalb der deutschen Zeitschristenschau hin. In dieser deutschen Zeitschristenschau, die im Obergeschoß der Westhalle des herrlichen Messegcbänoes untcrgebracht ist, haben neben politischen, wirtschaftlichen und belletristischen Zeitschriften auch die Zeitschriften der drei großen Reltgionen nochnials ausgestellt. Der Centrnlvcccin als deutsche politische Organisation hielt cs^ für richtig, in dieser Deutschen Zcitschristcnschan seinen Hanptstnnd zu errichten. Er nimmt annähernd die Hälfte der Koje der jüdischen Zeitschriften ein. I» Vitrine» von etwa acht Bieter Länge sind Urkunden ans der Gerichte des. Ccntralvcrcins mid die „C. V.- Zeitniig" ausgestellt. Von dein Aufruf Raphael Löwenfelds mit hnndschristlicheii Korrekturen von Engen Fuchs über die Jahresberichte der Generalversammlungen nach einem Jahr, nach zehn Jahren, nach 25 Jahren bis znin Geschäftsbericht der letzten Hauptversaiiimliing sind die großen Etappen unserer Bcreinsnrbcit gekennzeichnet. Von der „Zeitung des allgemeine» Judentums" und der Zeitschrift „Im Tentsehen Reich" an bis zu de» letzten Nummern dcr „C. V.-Zeitung" ist durch sorgsam ausgewühlte Artikel gezeigt,.ivie auch unsere Zeitschrift nicht nur das Spiegelbild unserer Vereinsarbcit, sondern der deutschen Entwicklung der letzten Jahrzehnte ist. So gibt sie die Artikel Über Friedhofsschnudimgcu, über Rathenans Ermordung, über den Verrat an unseren Gefallenen, die Sondernnniinern nbor die Nafsenfrage, über unsere deutsche Heimat und deutsche Kultur, unsere» Kampf gegen die Vvlkszcrklüftnng für die Volksgemeinschaft, das Ringen nn> unser Recht und unser Beiniihcli, die Aufklärung über das wahre Judentum zu verbreiten, wieder. In gleichfalls acht Meter langen Vitrinen sind die Erze n g n i s s e d e s P h i l o - V e r l a g e s, „D e r M v r g e >i", b i e „K. C.-Blä tter" und die vielen Abwehr- und Amfk l ä r u n g s s ch r i s te n zur Schau gestellt. Die eine Wand gibt in etwa zehnfacher Vergrößerung ein Originalblatt unserer Zeitung mit dem Aufsatz von Tr. Paul N i c g e r „Voin Heimntsrceht der deutschen Juden" wieder, lind die andere Wand zeigt in künstlerischer Ausführung nach dem Entivnrs von Julius Israel Ml») plastisch das Ziel unfern- Aufklärungsarbeit, die der wahren Erkenntnis, der. gerechten Wertung des Judentums, der religiösen Freiheit und der deutschen Volksgemeinschaft gilt. 850 000 Broschüren und über 1A Millionen C. B.- Monatsausgcrbcn haben, wie die Inschriften besagen, Centralverein und Philo-Verlag im letzten Jahrfünft mt evangelische und katholische Geistliche, an Arbeitnehmer in Stadt und Land, an Lehrer, an Schulen und Hochschulen, an Arbeitgeber in Handel und Industrie, an Politiker und Parlamentarier verteilt. Den beiden Künstlern, Bainncister Robert Stern und Herr» Julius Israel, gebührt der herzlichste Tank des Ccntralvereins für ihre selbstlose Mitarbeit au diesem Werk. Schon in den ersten beiden Tagen konnte» wir mit Freude fcststcllcn, daß die zugleich künstlerische und Kid) eindrucksvolle Ausgestaltung jüdische nud nichtjüdifche Bcr fesselt. So werden wir hoffentlich auch durch diese Ansstelliing I anf dem Wege zum Ziel unserer Aufklärung ein Stück weiter gelangen. Auch er soll uns ja, wie Ncichsininistcr Brauns in seiner Begrüßungsrede anssprach, „durch und über die Nation zur Menschheit" führen. Dr. Margarete Edelstein,. f;<,v m fm & Der Stand des Central Vereins und des Philo-Verlages auf der „Pressa“, Westhalle, oberer Rheinsaal, Gruppe II, Stand 407.

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