Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 1927
- Issue
- Heft 6 (Juni 1927)
- Date
- 1927-06-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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)tobt| idbW vor ■ a, m Tt in - 3»crn; f c! %r. '"tsche, Bcrnuii gelben hm. Nich - u bofchsA ZU stoß -uosjen wir i ' vücfe t!| ' tfiejdjidjt».. t]- wichtig» e > eitver <! e n ha ngbi'i'feil und- Än ncht tn2 mls umreit J üfifrfjc ver<j u Ilrhebe! '> r o & c n;;| ne, obwohl? ir und ge>J 'rer wenig-s ummelplchb ldigtc auch.- eimanrereij?l ich lenkte^ orsalionesä ne Illu> .) » 1 td(? en| JugolstaM [ ober eine» jener reinl , die nirtff ts zu tuaß >e )ien r I u d ru che Anov le ein e« Jude, >lcon Fr christste^, M a i fij rheber ic in Jud MaiW des sr iynhedr n Fei« ünatefl'H in der^ einen. rertz reM ßM Nie „reichen ' Mm. .Henning ist jever Jnde 0l5O mal reicher als ver ijchtjnve. — Aber Vie Beweise fehlen. — Der reichste jann ver Welt ist Vcr Tlntisemit Forv. — Von Krupp, Stinneö, Daimler-Benz nnv ver I t'n. i.Es ist unmöglich, alle völkischen Torheiten zu beantworten. Ab ,d zu must inan ober doch auf die n l l c r f ch l i nt in ft o n Enteisungen entgehen. Ter Reichslagsabgeordnete Wilhelm H c u - 'sng behandelt iu der „VI e cf l e u b u r g c r W » r t e" die Monomischen Probleme des Antisemitismus und bemüht sich, den chtjüdischen K a;> i t a l i s m n s zu verteidigen und den jndiselien , verdamme». Aber er wagt sich austerdem aus das schwierige Gei»t der Wirtschaftsstatistik und schreibt: „Die Juden bilden rund ei Prozent der Bevölkerung der Erde, haben aber 90 Prozent mobilen Kapitals in Händen. Tie 9d Prozent b-iclstjnden müssen zusammen mit 10 Prozent des Kapitals begnügen, Feder üde hat nlso im Durchschnitt 4.% 0 innl apital als ein!>! i dj t j it b e." Wo hat Herr.Henning seine Statistik her? ijm allergrößte» Interesse. Bei den geringen Zermvgenseiitwicklung der Welt, bei Miseren Her den wirtschasilichen Einflnst der Inden esien Nüclgang wir durchaus Obere,engt sind — ergibt sich hier die 'Gelegenheit zu einer v o l l k v i» m e » e n Klärung der Dat- Mtünde. Henning behauchet, daß mir 10 Prosen! de-; mobilen stapitats in nichtjüdiselzm Händen ist. Hat er dasür nur »j n e n Sch a t t e u d e s B e iv e i s e? Hat er B-erzeichnine über hie Einlagen der großen Paulen der ganzen Well uadi 'len Moneu geordnet —. iveiß er, wer in Amerika und England die Bonds der nach Milliarden zahlenden Euiissioue» gel.niit liai, weis; er, Ivcr die Aktien der großen llnieruelmiungen der Welt besitzt? Hera tt s mit b e n lonj e j s i o n e l l e » '!- o n dsli Ü e 11 u n b A k t i e n v c r ei d) it i ff e u u n b 2 it; 1 u f; s eli e i » e n! Heraueinit de» — nach öWmsessivue» geordneten Depesilenver e i ch i! i s s e n der tlimrimtv Trust und .Naliimnl i'.ilv Bank in io viel -ic'.d nt fiir uns van 'Juniiriditcn über die ernsthaften Studien in der Welt — von liiu Ü o n d o n , der hollliudischeii, sci,we> zerischen grogen selgveei und deittseiieu m r r i k a und den cn, französische», tanken. Und warum so bescheiden? Warum nicht auch eine Schätzung pes im mobile u Kapitals? Hier sind die Unterlagen doel> leiöger ‘itt erreichen. Wer besitzt die Hauser, die Fabriken, die Elrmidilüde »er ganze» Welt? H e r a u s mit d e r l o » ie s s i o u e l l e n § t rt t i ft i f der 0) r » u d b ü ch e r! Wem, es Henning seiion möglich ist. die so unendlich sich wandelnden Perhultinüe m den viel sverzweigten Kdmalen des mobilen Kapitals ein zuiaugen. ivarm» -nicht mid> schnell eine Schätzung des immobilen Kapital-.-? ^aelleieln Knute man mit einer s lalistik des kO> e ek l e » l> u r g e r Eirundc sitz es beginnen. Das wäre doch eine Ergänzimg und würde den erstnmneu Lesern der ..Nlecilenbnrger Warle" Zeigen, wo l-insluß, Herrscliajt und bceiclünm fitir. und er ivürde seinem Platt leichzeitig zu l>ohe»i Ruhm verhelse» als einer Zeilnng, die das, -was ' tausend berufliche Statistiker und lg,adert wiueiischafiliche Nstitute nicht erreicht habe», gesunden Hali shlare und li n - i d c r l e g l i cL) e a h l e » >i b e r den j ii b i l rij e n E i n ' l u ß sin de r W e l t. Die Porstellung über den jüdischen Neichtmii enal,n immer wieder neue Perichtiguugeii. Aorns Hai in seinen! Pnch „e> u d i - »sehe W c k t f i n a ii z?" srülier sdjvn eingelumde Tarleanngen lncrküber gemaiht. tzlcuerdiugs hat der anierikanisehe Periehkerstatter ^Berliner Tageblatt". Tr. 3)!ar Jordan, mir Ennnd sainerikcinischer Ttatistilen eine Taritellnng der reielgten Ptänner der 'Telt gegeben. Ter A » t i s e m i I H e » r >) Ford führt mit einem 'geschätzten Permvgen von l öOOOOOiin» Dollar die disie. Erst nn 'twölfter stelle kommt der erste Jude. Alfred L o e n> e u st e i n in "rüssel, mit lOOObVOOO Dollar, und dann beginnt wieder die Aeihe er Aichtjiideu. Wie unangenehm den 'Antisemiten überhaupt sachliche Auseinchdersetzniigoii sind, beweist der „B ö l k i f eh e B e o b a d) t c r", der mf meinen Aussatz ,.W er behe r r sch t die W i r i seli n f t? in "r. 12 der „E. P.-Zeitung" eingeht. Äteiue Behauptung, die Privat- . irtschast iu Deutschlands also and, die jüdische, sei zurüctgegnngen, widerlegt er mit dem Hinweis uns die Privatisicrimg der Eisenbahn ‘‘nb der Reiehsbauk. ly-3 ist aber doch glicht zu leugne», dag diese drmclle Privatisierung, die nicht als Folge der privaten -vchcht- Tigerung, sondern als des Versailler Vertrages ^durchgesuhrt Mrde, liod) keine wirkliche Einfluststeigerung der privaten Wirt- 'aft gebracht hat. Vor allem wird nicht einmal der „Bölkische obachter". Nachweisen lömien, daß damit der jüdische Ei nll u ß in irgendeiner Form gewachsen ist. Zm» Beweis für_ bie ' rrschast des jüdischen Bnnltapitals über die dentsche Industrie itft die Zeitung auf die Fälle wie Krupp, S t! u u e 8 , D a i mer-Beuz, linn hin. Was soll das heißen? Wird es der armstadter und N a t i o n n l b a » f verübelt, daß sie den Ut gehabt hat, eine Lbligationsauleihe für die Kruppwcrke w itticrcn in einem Augenblick, in dem über diese JndustriegeseU. last nicht gerade besonders günstige Stimmen laut wurden und -Mit ein wichtiges deutsches Jndustrieuiiternehmen slottgcinacht „it? Wird dieser Bank und ihrem Geschäftsinhaber Iakob^Gold- Mmidt vorgeworsen, daß er beim Zllsaininenbruch des cLtinuesnzcrns durch Führung des Stillhaltckvnsortiums die schlimmsten Folgen für dicsen^weitgcspaunten Wirtschaftskvmplex verhindert hat? Was aus dem rstiunes-Konzern ohne diesen Planmäßigen Versuch geworden wäre, ist nicht vorzustellen. Sicherlich wäre der Rumpf (die Hugo-Stinncs-G. in. b. h.) nicht in der Lage gewesen, nach Jahresfrist sich m Amerika den Betrag von 25 Millionen Dollar aus dem Emisswnswege zu borgen. Und was bedeutet der Hinweis auf die Ul.-t? Will man cs den Inden vorwerfen daß der Hugeiibcrg-Koiizer» die Erbschaft der Deutschen Bank nnaetreten hat? Die Entgegnung des ..Völkischen Beobachters" ist symptomatisch, eie widerlegt nicht, sondern nennt ganz wahllos Namen und deutet an. Es ist unsere alte Erfahr,mg: wein, mir in einem ausführlichen Vortrag die Behauptung widerlegen, daß die Juden die deutsche Wirtschaft beherrschen, dam, fragen die Antisemiten nach der zerstörende» jüdischen Geistigkeit oder nach dem Talmud Tr. Norbert Einstein. Der „Schmieö öes Nrbelurrgenringes" vermtLilt! ,,Rottet Iuva ar:S'." Ter Berliner völkische Agitator F. Nt a j e w s k i , der «ich gern Lauterer nennt und den selbstgewahltcu Rang eines ,;Z ch m iedr s d e s N i b e l n n g e u r i n g e s" beneidet, halte sich vor dem erweiterten E h a r t o t t e „ b u r g e r Schöffengericht in diesen Tagen zu verantworten. Wie unsere Leser sich ivolst noch erinnern, lgilte Ptajeivski um die Feit der hohen Feicrlage des vergangenen Jahres ein Flugblatt verbreiten lassen, ans dein ein von ,l;m verfaßtes Gedicht im Rhpthinus der Arbeiteriiilernaiiviiale. „Die bl a! i o ii a 1 e" brriielt, z„m Abdruck gebrastre ir-ar. In ihm kamen, abgesehen davon, daß vom ..Jndenaott" als „3 ii iiiii“ die Hiebe war. folgende Zeilen vor: .-Or-lU-v. lüdet bie Diiuiale. ‘ Auf NUN letzten Strautz, Sclil am Himmel die Fanale . Reitet Inda aus!" Üni-.e-edem eie!,lote er die liebevolle binfivrdernug an das dentsche 'Po! l. b i e » d e n i n s bü e l! m e e r I; i n e i n; u j a g e n. bl ui die 2 l r ii s a;i; a i g e d e s E e n trat v e r e i n s hin lmue die elaaisamvalliclmft ivegen <0 o t! e s l ä st e r n n g Ci lü>0 2:GP.s und A n! r e i z n n g z n m K l a i j e n h a ß (% 130 WEeP.i bin Nage erliel-eu. In der Hanptveryandlnng versachte Niajeivili zunael.ü, eine indisel>e echässin abzulehne» — erfolglos, seine 'bierleibogmcg zoiciiuele sich nur dadnrcli aus, daß er die allbekannien bl ue-rrben, die Juden seien eine blasse und leine Klasie, der cool; der Inden sei der Gegengitz zum christlichen Gut! der Liebe, löune nUo als 2amII bezeichne! Iverdeii, besonders wirr und angeleseii zum 2-ortrag braciste und damit am Richterlisch und im!il)övm'n»m ein eiiii>te»des Lacliet» liervorrief. Ter Sachvearbeiier des E, P„ der als Zeuge vernommen ivnrde, machte ans zahlreiche Falle von Gewalttütigleiien anfiucvtiam, die itt unmiltelbarem Zgisamnienliaug mit bl ussordernngen, die die Schärfe der vom blngetlagtea geansterten iiiiljt einmal erreichte», sich sowohl in Berlin nue auch au anderen Heien ereignet hätlen. Tie Bezcichiniug .Sakan" verletze sein religiöses Entpsinden aufs tiefste. Der Slaatsainvall beanleagte, da eine vor Jahresfrist aus ähnlicheni Anlaß veeyängte Geldstraie anscheinend ihren Zweck verfehlt hatte, eine G e s ü u g » i -s st r a s e v o » drei M o n a t e tt. D a s G e r i ch t erkannte n nt r a g s g e m ü ß. tilg. -i ‘ *»/v K wmm ’ -Ja x~ ''M Das Schlösschen in Freienwalde. Am 24. Juni 1927 war der fünfte Jahrestag der Ermordung Walther Rathenaus. Die Erben begehen ihn im Geist des Toten, indem sie sein vor dem Kriege gekauftes Schlösschen der Votkswohljanrt übergeben.