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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1847-10-31 · Heft 44 (31.10.1847) · page 3

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 44 (31.10.1847)
Date
1847-10-31
Page
– (sequence 3)
Language
German
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3« Heiken. Die in der heiligen Schrift enthaltene Geschichte Israels, erkennt sie der Idee nach als wahrhaft an, ohne eine Verpflichtung-zum Glauben an die wörtliche Wahrheit derselben anzuerkennen. Die Gesetze endlich, die besonders in den fünf Büchern Moses medergelegt sind, verehrt sie als die Erkenntnißquelle der m den Vätern zum 'Ausdruck gekommenen Golteoerkeuntniß erkennt sie aber nur als die Mittel an, die von den Vätern als geeignet gefunden worden sind, entweder die oben bezcichneten Lehren und Pflichten zu versinnlichen, oder die großen Momente der Geschichte Israels im Gedachrniß und im Bewußtsein des Volkes zu erhalten oder die ehemalige abgesonderte Nationalität der Väter zu kräftigen; und sie stellt deren absolut gesetzliche Geltung für unsere Zen als nicht vorhanden fest. Sie erkennt vielmehr diese Gesetze nur als normgebend für die religiösen Ginrichrungen, Institutionen und Ceremonien in der Gegenwart an, sobald durch sie selbst oder modifizirt nach ihnen, das Gottesbewußtsein gestärkt, oder sittliche Zwecke erreicht, oder die großen religiösen Momente in der Geschichte Israels im Gedachtniß und Bewußtsein der Bekenner des Zudentbums erhallen werden können, oder das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit der Bekenner des Judembums in religiöser Beziehung hierdurch gekräfrigt wird. Ueber die späteren RellgtvnSwerke. ^lö fromme Quelle des auf uns geerbten Juden- *kennen wir die durch das Leben, die Einen "nkweise der Väter Kervorgegangeue Form die nach dem Erlöschen der unmittelbaren "w-ckelung als „die Tradition" den Schriften des Iudenlbums, tschim und, als Halacha w der sich hieraus ent, 'tthums gleichfalls einen zu; erkennen jedoch Schriften, wie der > Gegenwart und *nen. -bteu und der Pflichten des Menschen gegen sich selbst, gegen Gott und gegen seine Nebenmenschen bekennen wir. 1) Als Grundlage über Gon die Worte der Schritt: „Höre Israel, der Ewige unser Gott, der Ewige ist einzig und heilig, heilig ist der ewige Zebaorb " 2) Als Grundlage über das Verhaltniß des Menschen zu Gott die Schrifiworle: „Ter Menän ist im Ebenbild Gottes geschaffen" und „Ihr seid Kinder des Ewigen eures Gottes." 8) Als Grundlehre über den Geist des Menschen die Schriftwort'. : „Und es kebrt zurück der Staub zur Erde, wober er ward, und der Geist kehrt zurück zu Gott, der ihn gegeben." 4) Al-.' Hauptpflicht des Menschen gegen sich selber die Schriftworte: „Erkerrne den Gott deines Vaters und bete ihn an„ und „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der Ewige euer Gott." 5) Als Grnndpflichl des Menschen gegen Gott, d,e Schriftworte: „Du sollst lieben den Ewigen deinen Gott, "ou ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Vermögen." 6) Als Gruiidpflicbr des Menschen gegen seinen Nebenmenschen die Schriftworte: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." (Schluß folgt.) Geschichte des Tages. Vorkommnisse in Bayern. (Aus Bayern, im Oktober.) — An wichtigen Neuigkeiten sinv wir vermalen in un'-nem Bayernlande ziemlich arm. Nach der Aufregung, welche am Anfänge ves Jahres ver plötzlich eingerretene Minister- und Systemswechsel auch in den jüdischen Gemeinden hervorgerufen, ist Alles wieder so ziemlich zur Ruhe zurückgekchrt. und wir leben in Erwartung ver Dinge, die da kommen sollen. Boi dem Zusammentritt der Stände zu dem nächsten ordentlichen Landtage, welcher im Winter des kommenden Iahres stattzusinden hat, wird jedoch schwerlich etwas Entscheidendes in unseren Angelegenheiten emtreten. Bis dahin wollen Sie mir gestatten, auch einige minder wichtige Vorkommenheiten zu

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