Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 8 (1847)
- Issue
- Heft 37 (12.9.1847)
- Date
- 1847-09-12
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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sss wundern, da auch er sich mit manchen wissenschaftlichen Studien beschäftige, gegen den Ausspruch der französischen Rabbinen, welche alle diejenigen, die dergleichen Wissenschaften studiren mit dem Banne bestraften. — Allein diese seien die Feinde Gottes, welche ihn, den Allmächtigen, den a l l e r H i m m e l Himmel nicht fassen (1. B. Kön. 8, 27) in enge Hallen einschlicßen, Bild und Gestalt von ihm aufstellen wollen, im Gegensätze der wahren Lehre „n:icn b nn'tntb'V1 Ihr habt keinerlei Gestalt von Gott gesehen" (5. B. Mos. 4, 15.) Ihm antwortet nun Alp hach er und was er in seiner Erwiderung gegen Maimonides vorbringt, ist von solchem Gewichte, daß wir cs, als den Kernpunkt der ganzen Fehde auch wörtlich und nur in einer geordneten Reihcfolge hier geben müssen: „Der Ewige wahre dir (so redet er ihn an) Satan, du kleiner David! Hast du vielleicht das Land durchstreift, Zank und Hader anzufachen vor dem Herrn, durch den Lehrer der Irrenden (Moreh Nebuchim), der in Finsterniß wandelt. Weißt du denn nicht, daß die Aussprüche desselben zum Tbcil vom Geistcswuste cingesch.lossen sind und das Freundliche und Zusagende von ihnen cntwiwen ist. Der Mor eh'prichl nämlich über dasStillestehen der Sonne beiGibeon,*) über den sprechenden Mund der Eselinn Bileams **) und über die krümmend sich windende Schlange, ***) daß alles dieses nur im prophetischen Geiste bildlich erschien. Wer nun Ehrfurcht hat vor dem Worte Gottes, der muß vom heiligen Eifer ergriffen werden, daß der Verfasser den vollständig überlieferten Ausspruch der Mischnah (A b o th 5,6.) nnratyn p ra» anjn wojnnmmi?;: „Zeh n Dinge wurden Abends beim Eingänge des Sabbath zwischen Licht und Dunkel erschaffen, gradezu widerspricht." — „Gleich tadelnswcrth ist, was der Verfasser (M a imonidcs im Moreh) rücksichtlich des Sohnes jener Sarepterin, welchen der Prophet Elisa in's Leben zurückricf, sagt, 10 weil es dort (1' Kön. 17, 21) *) Jos. 10, 12. **) 4. M Mos. 22, 28. ***) 2. V. Mos. 3. 10 Derselbe deutet nämlich (Moreh D. 1, Cap. 42) darauf hm, daß i'ner Zustand vielleicht eine b?v''e Erstarrung war, heißt: „so daß kein Alhem mehr in ihm war" und nicht gesagt wird, daß er starb. Wenn dem so ist, was macht der Verfasser mir dem Sohne derSunamit, von welcher es (2. Kön. 4, 32) heißt: Und siche! Der Knabe war todt. rc. Dann findet sich im Moreh*) Schwieriges in Betreff der falschen Meinung, daß die Welt ewig sei. Fände man nämlich beim Aristoteles einen logisch richtigen Beweis von der Ewigkeit der Welt, so würde wobl der Verfasser (Maimonides) die biblische Schöpfungsgeschichte ihrem buchstäblichen Inhalt entrückt und nach der Meinung von der Ewigkeit der Welt erörtert haben, sowie er mit der philosophischen Erklärung der Wörter obs (Gottes- Ebenbild) mal (Gottes-Gestalt) verfährt." — „So sinnet man den heiligen Ruhetag dadurch ^zn verletzen, daß man dessen Heiligkeit unter uneingeweihten Grund vergräbt. (Hierunter versteht A.dcn von M. angegebenen, daß durch den Sabbath die Schöpfung der Welt im Gegensatz ihrer Ewigkeit ausgesprochen werde.) Weiß doch ganz Israel, daß der deutliche Grund der Beobachtung des Sabbaths in der Schöpfungsgeschichte liegt. (Denn in sechs Tagcn machte Gott Himmel und Erde rc. und rubcte am siebenten Tage (2 Mos. 20, 4). Wie kann man sich auch in der« Sinn kommen lassen, daß bildliche räthseibafte Andeutung (nämlich der von M. angegebene Grund) dem Manne, der am Sabbath Holz sammelte, (4. B. Mos. 15.) die allerj-chärfste Vernrtbeilnng brachte, die ganze Gemeinde steinigte i h n." — „Seine (M aimo n id e s) Ansicht — wird in einer andern Stelle geeifert — ist, die Thora mit der griechischen Wissenschaft so zusaminenzustellen, daß im religiösen Stiftsgezelte beide miteinander vereinigt werden können. Er wähnt, die erste könne mit der zweiten sein, wie 'zwei junge Gazellen, Zwillinge einer Mutter; aber es wird Klage und Bctrübniß rc. Seit wann lagertAram bei Ephraim, steigt die Mcrkabab aus Egypten hervor. Nicht also! Von Zion geht die Lehre aus, Gottes Wort von der dadurch, daß Elisa sich mit aller Kraft auf das Kind gelegt, wieder gehoben wurde. - *j Th. 2, Cap. 1 i und 15, wo methaphysische Untersuchungen zur Widerlegung drrMeinung von der Ewigkeit der Welt angcstellt werden.