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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1846-12-27 · Heft 52 (27.12.1846) · page 9

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 52 (27.12.1846)
Date
1846-12-27
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Literatur-Blatt zum Israeliten des 19. Jahrhunderts. Enthaltend: Abhandlungen, Aufsätze, Recensionen, literarische Aphorismen;c. re. für die gelammte höhere Wissenschaft des Judenthums, und unter Mitwirkung von Geiger, Holdheim, S. Hirsch, Jost, Rießer, Hcrzfeld, Wechsler, Maier, Rebenstein, Stern, Dukes, Adler und vieler anderer Gelehrten revigirt uno herausgegeöen von vr. M. Heß, Großherzogl. Weimarschcm Land-Rabbincn in Eisenach. Nr. LS Sonntag den 27. Deeember 1840. I. Jahrgang. Kurze Attzeigen und Kritiken. (Schluß.) Um nun diesen Zweck zu fördern, gibt der Verfasser 1) eine den wesentlichen Momenten ves Buches entsprechende Einleitung; 2) eine Abtheilung des masorcthischen Urtextes in Versgruppcn und Gedankenabsäßen durch merkliche Zwischenräume; 3) eine rhythmisch gegliederte, dem hebräischen Texte. Wort für Wort zur Seite gchrnee Uebersetzung; 4) einen und in sachlicher Beziehung vollständigen, Und das Grammatische, Lexikalische, Dogmatische, Historische, Geographische beleuchtenden Commcntar; 5) einen über jedem Abschnitt sich befindenden Nedcinhalt, der sowohl alle eigenthümlichen Bilecr und Kerniprüche der morgenländischen Dichtung hcrvorhedt, als auch den innern Zusammenhang, Sinn und Jveengang rcS betreffenden Abschnittes nachweist; und 6) eine nach jeder Rede sich befindende Gepankendarstcllung, welche vorzüglich den Zweck hat, den Hauptfaden und die vielen feinen Fäden des orientalischen Kunstgewebes zu entwickeln und ineinander zu schlingen. Hieraus schon werden die Leser entnehmen, welch' reicher Inhalt sich ihnen in der Arbeit des Vers, rarbietet, und wenn Wir auch seiner „Gedankendarstellung" nicht überall folgen konnten, ingleichen seine Ansicht über das Ideal einer Uebersctzung in Folge deren er sich Verdenk chungen wie E'n'?X *p3 (Kap. 1, 5) mit „Gott ein Lebewohl sagen" u. A. gestattet, nicht theilcn können, da nach unserem Erachten der Uebersetzer das Original „in einem treuen Ebenbilde" aber ohne der deutschen Sprache widerwärtigen Zwang anzuthun, geben muß, so begrüßen Wir doch seine Arbeit als eine höchst wertvolle, da er selbständig in einen Gegenstand gedrungen und auch nicht unterlassen hat, das bkreils Vorhandene und besonders in neuester Zeit Geleistete nach Gebühr zu benüycn. Besonders müssen wir den kritischen Takt des Vers, beloben, der ihn nicht dem Verfahren derjenigen, die bald dieses bald jenes Stück ohne zureichenden Grund von dem betreffenden B. che losreißen, folgen ließ. — Schließlich setzen wir zur Kenntnißnahme der Leser noch die Uebersetzung der ersten neunzehn Verse des dritten Kapitels, sowie die Gedanken desselben, wie der Vers, sie darstellt, hieher und fordern denselben auf, diesem Gebiete der jüdischen Theologie noch ferner seine ersprießliche Thätigkeit zuzuwenden. Hiobs erster Ausbruch der Verzweiflung. Cap. 3. 1. Nach diesem öffnete Hiob seinen Mund und verfluchte seinen Geburtstag. 2. Hiob Hub an uno sprach: 3-. Untcrgeh^ der Tag, au^dem ich geboren^ ■ und die Nacht, die sprach: Empfangen ist ein Mann! 4. Dieser Tag — sei Finsterniß! nicht such ihn Gott von oben, nicht lrllcht' auf khn ein Strahl! 5) Einkösin mögen ihn Finsterniß und Todcsnacht! Gewölk lagere auf ihm! ihn schrecken Todesdüsterungen! 6) Diese Nacht — Dunkel nehme sie hin! nicht freue sie sich unter den Tagen des Jahres! in der Monden Zahl komme sie nicht! 7) Ja-diese Nacht sei unfruchtbar! in sie komme kein Jubel! 8) Verfluchen sollen sie die Tagesverwünschcr, die bereit sind Drachen aufzuregen! 9) Finster bleiben ihrer Dämmerung Sterne! sie hoff' aus Licht — es komme nicht und sie schau' nicht in des Morgenroths Wimpern.

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