Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 7 (1846)
- Issue
- Heft 52 (27.12.1846)
- Date
- 1846-12-27
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2566751-2567017-2567070--2470-2570509- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
416 Hrn. Kreisrabbiners Goldmann*) nicht einmal unpoetische Gestalt der Schabbesgoje, vielmehr an die Traktätlein spendenden christlichen Sountagsvercine in Berlin erinnert hätten? Die Analogie lag nahe genug, um von uns nicht übersehen worden zu sein, wir wiesen sie jedoch als unbegründet zurück, und haben inzwischen aus den Verhandlungen ersehen, daß wir daran wohlgethan. Das Geigerschc Sündenregister unserer angeblichen Witze ist damit geschloffen, nächstens mehr. Berichtigung. In den Protok'llen der dritten Nabbin-rvers. ist S. 290, wo diejenigen Muglierer genannt sind, welche sich gegen die Ncbtbeantworlung rer Berliner Zuschrift erkläre haben, rurch ein Versehen der Name des Unterzeichneten ausg lassen worden. Indem ich dieses hiermit berichtige, bemerke ich zugleich als gewesener Sek etär der Versammlung, daß ein ordentliches, vcrificirtes Protokoll über dle vertraulichen Verhandlungen, welche in Bezug auf die genannte Zuschrift am 23. Juli Nachmittags (dem Tage vor dem Schluffe der Sitzungen) stattgefunven baben, gar nicht vorhanden war. Bon einem der Herren Bicesekretärc und einem andern Mftgliede der Versammlung wurden zwar, da die beiden Sekretäre anderweitig beschäftigt waren, Materialien fiir ein derartiges Protokoll ausgenommen; allein diese waren, in Folge des äußerst bewegten, stürmischen Ganges, welchen die Verhandlungen genommen hauen, so unvollsiändtg ausgefallen, daß ein treues Bild der Debatte aus ihnen nicht zu entnehmen war. Die Rücksicht auf die Genossenschaft sowohl als das Interesse der De.samnüung erforderte aber, daß jene vertraulichen Verhandlungen entweder in einem vollständigen, treuen und offiziellen Berichte wikdergegeben oder nur im Allgemeinen erwähnt würden. Indem man sich, unter Zustimmung des Präsidenten und einiger bei der Debatte bttbeiligren Mitglieder zu Letzterem entschloß, folgte man, wie bei rem Resultate rer Debatte selbst, nur nngerne dem Drange rer Umstande, welche die nachträgliche Abfassung und Verisikaiion eines solchen Prorokolls kur; vor drin Schluffe der Sitzungen beinahe eben so schwierig machten, als die Vereinbarung über ein Antwortschreiben. Daß aber einzelne Mitglieder, worunter auch der Unterzeichnete. nichts desto weniger gegen die von rer Versammlung am 24. Zuli zu Protokoll gegebene Erklärung rrotestirten, dieses geschah hauptsächlich aus prinzipieller Conseqnenz derselbe» Ansich, ten, dir sie Tags zuvor geäußert hatten, und welche eigentlich auch die Versammlung iheilweise aroptirte, indem sie das von der Commission vorgeschlagene Antwortschreiben verwarf und die Zu chrift der Genossenschaft w gen Mangels an Zeit unbeantwortet ließ. Frankfurt a. M., den 7. Dccember 184Ü. vr. Zakob Auerbach. *) Derselbe sprach sich in der ersten Rabbinervers. hierüber dahin ans: „Da sehe man nur, wie der fromme polnische Zude aus der Synagoge, obschon in derselben Unordnung herrscht, erbaut und beseligt am Freitag Abend nach Hanse kommt, sein ÜD'by singt u. f. w.; Protokolle dieser Vers, S.56. Aufforderung. Das erledigte Amt eines Landes - Rabbiners für die israelitischen Gemeinden in Mecklenburg- Schwerin ist spätestens Michaelis k. I. wieder zu besetzen. Diejenigen, welche sich um dieses Amt bewerben wollen, haben sich binnen acht Wochen bei den Unterzeichneten Commissarien in portofreien Zuschriften zu melden und sich auszuweisen: 1) über ihren religiös-sittlichen Lebenswandel, 2} darüber, daß sie mit einer Hattorah versehen sind, 3) daß sie ein deutsches Gymnasium besucht, 4) auf der Universität dem Studium der Philosophie obgelegen haben, 5) mit den Grundsätzen der Pädagogik bekannt sind, und 6} daß sie zum Vortrage geistlicher Reden in deutscher Sprache dierforderliche Tüchtigkeit besitzen, v und von .sHwryKchK^^hiyärber' Dvechenden Zeugnissen beglaubigte Abschriften beisubringen. Den Bewerbern wird, falls sie darauf antragen, ein Exemplar des Statuts für die kirchlichen Verhältnisse, der. hiesigen israelitischen Gemeinden zugestellt' werden.'V Schwerin, den.2. December 1846. Müller, Geb. Kanzleiratb, Meyer, Schulrath, als landesherrliche Commissarien im hiesigen is ael. Oberrathe. Wr. Marcus, als Mitglied des isracl. Qbcrrathes. Zur Nachricht. Diejenigen Gemeinden oder Personen, welche gesonnen sind, sich Maschinen zum rw-'vmachen für kommenden HDD anzuschaffen, wollen gefälligst ihre Bestellungen alsbald einschicken. Briefe, Erkundigungen bezweckend, werden franco erbeten. Cassel, im November 1846. Z. B. P i ck a r d, Maschinenfabrikant. Verlag der Z. C. Hermann'schen Buchhandlung in Frankfurt a. M. — Druck von Fried. Krähe in Offenbach.